Beste Geldanlage ohne Risiko – gibt es das überhaupt?

beste geldanlage ohne risiko

Früher galt das Sparbuch als beste Geldanlage ohne Risiko. Doch das ist lange vorbei: Von einer Zinsrendite von 5,0 % pro Jahr kann ich heute nur träumen. Das gab es zuletzt 2008 am Höhepunkt der Finanzkrise. Wie sieht die heutige Lage aus? Ich habe mich für Sie auf die Suche begeben. Mit einem überzeugenden Anlagegewinner.

Rendite? Ja, aber ohne Risiko!

Manche Manager werben in Bussen um neue Anleger. „Investieren Sie in grüne Energie und erhalten Sie eine Rendite von 6 Prozent!“ Da die Bank 0,5 % p.a. (pro Jahr) an Zinsen zahlt, klingt das nach einem überragenden Angebot. Aber ich sehe das deutlich kritischer. Meist handelt es sich um kleine Projekte mit einem hohen Risiko. Ich wünsche mir eine möglichst risikofreie Kapitalanlage.

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Die Geldanlage muss drei Punkte erfüllen:

  • Sicherheit (Kapitalerhalt)
  • Rentabilität (Ertrag)
  • Liquidität (Verfügbarkeit)

In der Börsenwelt ergeben sie zusammen das Magische Dreieck der Vermögensanlage. An jeder Ecke steht einer dieser drei Punkte. Das Dreieck soll zeigen, dass Sie nur zwei Ziele erreichen können. Beim Sparbuch sind es die Punkte Sicherheit und Verfügbarkeit. Dafür fällt der Ertrag sehr bescheiden aus. Wir suchen die beste Geldanlage ohne Risiko, also die Punkte Rentabilität und Sicherheit. Das können Sie erreichen, indem Sie die Verfügbarkeit einschränken. Am besten geht das mit einer langfristigen Vermögensanlage.

Einige Banken bieten bis zu 1,5 % p.a. auf Festgeldanlagen von 36 Monaten. Das Geld ist fest investiert und der Anleger hat keinen Zugriff darauf. Die Liquidität ist in den 3 Jahren quasi nicht vorhanden. Eine vorige Auszahlung kostet Gebühren, welche die Rendite übersteigen. Ist das tatsächlich die beste Geldanlage ohne Risiko? 10.000 Euro würden Ihnen jährlich 150 Euro an Zinsen liefern. Das reicht nicht einmal für einen Kurzurlaub.

Gold oder Betongold ist die Lösung – oder?

Unter Anlegern gilt Gold als sicherer Hafen. Das Edelmetall hat sich diesen Ruf hart erarbeitet. Nach dem Ersten Weltkrieg machte die Hyperinflation der Mark schwer zu schaffen. Am 9. November 1923 kostete das Briefporto 1 Milliarde Mark. Gold hat diese und weitere Krisen ohne Probleme gemeistert. Es konnte seinen Wert erhalten und teilweise sogar steigern. September 2011 erreichte der Kurs sein Allzeithoch von 1920,65 US-Dollar pro Feinunze (31,1 Gramm). Seit 6 Jahren entwickelt sich der Goldkurs in südlicher Richtung. Eine Kapitalanlage in Gold hätte Ihnen eher rote Zahlen beschert. Aus diesem Grund scheidet für mich das Edelmetall als beste Geldanlage ohne Risiko aus.

Wie sieht es mit dem Betongold aus? Vor allem in deutschen Großstädten sind Immobilien heiß begehrt. Eine kleine 1-Zimmer-Wohnung mit 20 Quadratmetern kann 600 Euro oder mehr kosten. Das ist in Hamburg, München oder Stuttgart der Fall. Von diesem Preis müssen Sie die Nebenkosten abziehen. Der Kaltpreis liegt nur noch bei 450 Euro. Außerdem kommen weitere Ausgaben wie Rücklagen oder Versicherungen hinzu. Als Vermieter müssen Sie für notwendige Renovierungen bezahlen. Unter dem Strich kann sich eine Immobilie sogar zum Verlustgeschäft entwickeln. Der Kaufpreis entscheidet darüber, wie schnell Sie in die Gewinnzone gelangen. Nehmen wir an, die Wohnung hat 90.000 Euro gekostet. Bei potenziellen Einnahmen von 300 Euro bräuchte es 25 Jahre, damit die Investition bei plus/minus null steht.

Aktuell sind Immobilien keine simple Angelegenheit. Die Preise befinden sich auf einem hohen Niveau. Es braucht einen Experten, um Fehltritte zu vermeiden. Natürlich lassen sich mit Wohnungen gute Profite erzielen. Aber es ist nicht mehr so einfach wie vor 10 Jahren zur Finanzkrise. Fast jedes Objekt in der Innenstadt hätte sich bis heute ausgezahlt. Das kann nicht die beste Geldanlage ohne Risiko sein.

Dividenden sind die neuen Zinsen

Aktien gelten als klassische Geldanlage. Sie werfen eine regelmäßige Dividende ab, das bedeutet, es gibt eine konstante Rendite. Nicht alle Unternehmen schütten eine Gewinnbeteiligung aus. Laufen die Geschäfte schlecht, kann es mehrere Jahre keine Dividende geben. Manche Firmen schütten alle paar Monate aus. In der Regel sind zwischen 0,5 bis 4 % üblich, mit Ausreißern nach oben oder unten. 2016 hatte Daimler eine Dividendenrendite von 4,59 %. Im Vergleich zum Sparbuch sind das traumhafte Zahlen.

Leider haben Aktien drei Haken:

1. Schlechte Geschäftsjahre

Auch ein Unternehmen wie Daimler kann die Dividende streichen. Das war etwa 2009 zur Finanzkrise der Fall. Kein Anleger beschwert sich über hohe Renditen. Die meisten vergessen an schlechte Zeiten zu denken. Alle 10-15 Jahre ereignet sich eine größere Krise wie die Dotcom-Blase (2000) oder die Finanzkrise (2007). Anfang Mai 2017 erreichte der DAX (Deutscher Aktienindex) ein Allzeithoch von über 12.800 Punkten. In solchen Zeiten denkt kaum jemand an eine Krise. Vor allem neuen Anleger machen Kursverluste hart zu schaffen. Sie wissen nicht, wie sie auf rote Zahlen reagieren sollen. Einige tätigen einen unüberlegten Panikverkauf.

Börsen-Info: Der DAX gilt als wichtigster deutscher Index. Er besteht aus den 30 größten und umsatzstärksten Unternehmen der Bundesrepublik.

Trotz brummender Wirtschaft können sich einzelne Branchen negativ entwickeln. Fallende Energiepreise und Abschreibungen auf Atomkraftwerke machen den Energiekonzernen zu schaffen. 2012 gab es von E.ON noch 7,81 % Dividende. Vier Jahre später erhielten die Anleger 3,13 % ausgeschüttet. RWE ließ seine Anleger 2015 komplett leer ausgehen. Diese Zahlen sprechen für alles andere als die beste Geldanlage ohne Risiko.

2. Fehlende Sicherheit

Manchmal können die Zahlungen niedriger ausfallen als erwartet. 2011 verwöhnte SAP seine Anleger mit 2,69 %. Ein Jahr später waren es nur noch 1,40 %. Die höchste Rendite der nächsten 5 Jahre lag bei 1,89 %. Selbst Experten können keine zuverlässigen Aussagen über die Ausschüttungen treffen. Einige Firmen legen einen enormen Wert auf ihre Dividenden. Das liegt daran, dass viele Anleger aus genau diesem Grund investiert sind. Ein Beispiel ist der Energieriese Total, der seit 1982 die Ausschüttungen nicht gesenkt hat. Das gilt auch für den Versicherer Münchener Rück seit einem Vierteljahrhundert.

Meine Beispiele sind seltene Ausnahmen. Aktien sind nicht die beste Geldanlage ohne Risiko. Wie komme ich zu meiner Meinung? Die breite Masse an Firmen streicht die Zahlungen, wenn es etwas schlechter läuft. Es gibt keine Garantie auf konstante Dividendenzahlungen.

3. Negative Kursentwicklung

2016 schüttete der US-Finanzdienstleister Armour Residential stolze 13,67 % aus. Die Dividende wurde gleichmäßig auf jeden Monat aufgeteilt. So konnten Sie sich an monatlichen Zahlungen erfreuen. Das fühlt sich fast wie ein zweites Gehalt an! Ist das etwa die beste Geldanlage ohne Risiko?

Manche Firmen führen eine offensive Dividendenpolitik. Das bedeutet, sie nutzen die Ausschüttungen zur Werbung. Sie versuchen unerfahrene Anleger auf sich aufmerksam zu machen. Viele Anfänger halten hohe Zahlungen für ein Qualitätsmerkmal. Das Unternehmen muss wahnsinnige Gewinne erwirtschaften! In der Praxis ist das leider falsch. Sonst wären solche Aktien die beste Geldanlage ohne Risiko. Armour Residential ist seit über 8 Jahren an der New Yorker Börse (NYSE) notiert. Fast jedes Jahr legte der Kurs eine negative Entwicklung hin. Er ist von rund 80 auf 18 US-Dollar gefallen, bis er sich auf 25 US-Dollar (Mai 2017) erholt hat. Die Kursverluste übersteigen die Dividenden deutlich. Was nützen Ihnen hohe Ausschüttungen, wenn die Aktien um über 65 % einbrechen?

Aus diesen drei Gründen können Aktien nicht die beste Geldanlage ohne Risiko sein. Ein Einzelwert ist zu sehr von einzelnen Faktoren abhängig. Das kann die Wirtschaft eines Landes aber auch die Politik sein. Manchmal trifft das Management falsche Entscheidungen. Eine Firma kann von der Konkurrenz abgehängt werden. Deutlich schlauer ist es, auf mehrere Konzerne zu setzen.

Lieber keine Einzelaktien kaufen?

Ich habe vorher kurz den DAX angesprochen. Das hat einen guten Grund: Die breite Streuung aus 30 Konzernen macht den Index so interessant. Als Anleger fällt eine große Last von Ihren Schultern. Sie müssen sich nicht mehr um Einzelaktien sorgen. Steht ein Unternehmen in der Krise, ist eine Abstufung in einen anderen Index möglich.

Börsenwissen: Einmal im Jahr wechselt die Deutsche Börse die Aktien im DAX aus. Das geschieht anhand der Börsenumsätze (gehandelte Aktien) und der Marktkapitalisierung (Gesamtwert aller Anteile). Droht eine Insolvenz, brechen die Kurse dramatisch ein. Das senkt den Gesamtwert eines Unternehmen. Gibt es nun eine Firma mit einer höheren Marktkapitalisierung, darf sie in den DAX aufsteigen. Das Prinzip erinnert an die Auf- und Absteiger der Fußball-Bundesliga. In der Regel sind zwei Firmen pro Jahr davon betroffen. Der MDAX (Mittelstand) oder der TecDAX (Technologie) gelten als 2. Börsenliga.

Sind große Aktienpakete die beste Geldanlage ohne Risiko? Ein Anleger kann mit mehreren Aktien ruhiger schlafen. Ich senke mein Risiko, indem ich 10.000 Euro auf 10 Firmen à 1.000 Euro aufteile. Fällt eine Aktie um 50 %, können das die anderen mit jeweils 5,6 % Gewinn ausgleichen. Und was passiert mit dem Verlierer? Hier kommt es auf die Situation an: Was ist der Grund für den Kursverfall? Hat das Management einen Plan zur Krisenbewältigung, können Sie am Investment festhalten. Für den Laien ist das extrem schwer zu beurteilen. Prüfen Sie nach, was die Krise verursacht hat. Wie effizient geht das Management die Ursachen an?

VW hat im Zuge der Diesel-Affäre (2015) eine Umstrukturierung angekündigt. Das Management wurde genau unter die Lupe genommen. Dafür legte man den Schwerpunkt auf künftige Forschungen. Ich finde, das klingt nach einem durchdachten Krisenplan. Jedoch gibt es eine ertragreichere Alternative für die beste Geldanlage ohne Risiko.

ETFs: Beste Geldanlage ohne Risiko

Als Anleger wünsche ich mir eine hohe Rendite. Mit Aktien können Sie einen Volltreffer landen. Doch es ist auch ein Totalverlust möglich. Für mich kommt nur der DAX als Ausweg infrage. Die breite Streuung ist ein immenser Vorteil gegenüber anderen Investments. Zudem kümmert sich die Deutsche Börse um die Auf- und Absteiger. ETFs ermöglichen Ihnen eine Kapitalanlage in diesem Index. Hierbei handelt es sich um passive Indexfonds. Das bedeutet, es gibt keinen aktiven Fondsmanager. Daher fallen die Gebühren deutlich geringer aus. So kostet ein aktiver Fonds ungefähr 1,5 % der Anlagesumme im Jahr. Passive ETFs wie der db x-trackers DAX UCITS ETF verlangen jährlich 0,09 %.

In den letzten Jahrzehnten konnte der DAX eine jährliche Rendite von 8,5 % erzielen. Bitte beachten Sie, dass es sich um einen Durchschnitt handelt. Ein Jahr können es -7 % sein, das andere +24 %. So ergibt sich ein Durchschnittswert von 8,5 %. In Zukunft ist mit einer ähnlichen Entwicklung zu rechnen. Ein solider Index wie der DAX ist die beste Geldanlage ohne Risiko. Wichtig ist nur ein langfristiger Anlagehorizont von über 20 Jahren.

Der Grund ist der Zinseszinseffekt:

  • Jahr 1: 10.446,00 Euro
  • Jahr 7: 54.343,47 Euro
  • Jahr 12: 111.465,21 Euro
  • Jahr 18: 219.153,03 Euro
  • Jahr 27: 520.707,29 Euro

Ich bin in dieser Rechnung von einem Startkapital von 5.000 Euro mit 8,5 % p.a. ausgegangen. Zusätzlich kamen jeden Monat 400 Euro in den DAX-ETF hinzu. Die Erträge aus dem Vorjahr tragen zu einem höheren Wachstum bei. So simpel ist das Erfolgsgeheimnis der ETF-Strategie. Das Ergebnis ist mehr als beeindruckend und zeigt die beste Geldanlage ohne Risiko. Für Eltern sind ETFs eine clevere Alternative zum Sparbuch.

Wie funktionieren Indexfonds?

Ein ETF bildet den Index 1:1 nach. Steigt der DAX um 2,8 %, macht dies auch der Indexfonds. Das Prinzip hat sich in der Praxis bewährt. Doch ein kleines Restrisiko bleibt bestehen, da sich der DAX negativ entwickeln kann. Aus diesem Grund sollten Sie in mehrere Indizes investieren.

Mit ETFs können Sie die ganze Welt in Ihrem Depot abbilden. Das ist sinnvoll, um von regionalen Trends zu profitieren. So kann der Dow Jones (USA) eine bessere Entwicklung als der DAX hinlegen. 75 bis 90 % der Indexfonds sollten sich auf große Industriestaaten wie Deutschland und die USA beziehen. Ganze Regionen wie Europa können ebenfalls enthalten sein. Drei bis vier Positionen sind für die beste Geldanlage ohne Risiko zu empfehlen. Der Rest von 10 bis 25 % wird in spekulative Schwellenländer angelegt. Da Länder wie Brasilien, China, Indien oder Russland schwer einzuschätzen sind, bietet sich eine breite Mischung an. Ein ETF auf den MSCI Emerging Markets enthält 838 Aktien aus 23 Schwellenländern.

Folgende Einteilung ist möglich:

  • 30 % DAX (Deutschland)
  • 30 % EURO STOXX 50 (Europa)
  • 30 % S&P 500 (größte US-Firmen)
  • 10 % MSCI Emerging Markets (Schwellenländer)

Sollte es in Deutschland zu einer Krise kommen, wären Sie noch effektiver abgesichert. Das ist die beste Geldanlage ohne Risiko für sicherheitsbewusste Anleger. Solange die Banken ihre Zinsen nicht auf mindestens 6 % p.a. erhöhen, gibt es kein attraktiveres Gesamtpaket als ETFs. Und damit ist in den nächsten Jahren nicht zu rechnen.

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