Crypto Wallet – so bewahren Sie Ihre Kryptowährungen sicher und einfach auf

crypto wallet

Ein Goldbarren ist am besten in einem Tresor aufgehoben. Aktien lagern in Ihrem Bankdepot. Aber wie sieht es mit Kryptowährungen aus? Noch bieten Banken keine Konten für digitale Münzen an. Künftig kann sich das ändern, bis dahin benötigen Sie eine Crypto Wallet. Alles rund um den virtuellen Geldbeutel!

Was ist eine Crypto Wallet?

Eine Wallet bezeichnet eine virtuelle Geldbörse. Dort können Sie Ihre Münzen sichern. Der digitale Geldbeutel besteht aus einem privaten und öffentlichen Schlüssel. Mit dem privaten Key können Sie Zahlungen durchführen. Möchten Sie Geld empfangen, teilen Sie dem Absender Ihren öffentlichen Key mit.

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Beim Münzversand sind drei Punkte zu beachten:

  1. Derzeit existiert noch keine Universalwallet. Somit benötigen Sie für jede Währung eine eigene Geldbörse. Manche Wallets unterstützen mehrere Kryptowährungen. Bevor Sie eine Münze auf eine Wallet überweisen, müssen Sie prüfen, ob diese mit der Geldbörse kompatibel ist.

 

  1. Es gibt verschiedene Arten von Wallets. Als Anleger sollten Sie Ihre Geldbörse sorgfältig auswählen. Manche Investoren lagern ihre Coins in einer Online Wallet. Hier erfolgt die Verwaltung komplett über eine Webseite. Dagegen basiert die Hardware Wallet auf einem USB-Stick. Alternativ können Sie auch eine Paper Wallet nutzen – das ist ein simples Stück Papier! Die Wallets unterscheiden sich in ihrer Sicherheit voneinander. Im Gegensatz zur Online Wallet lässt sich Papier im Tresor nicht hacken.

 

  1. Wenn Sie Ethereum auf eine Bitcoin-Wallet überweisen, ist das Ethereum für immer verloren. Eine Rückabwicklung der Transaktion ist ausgeschlossen. Deshalb sollten Sie sich zu 100 % sicher sein, dass Sie die richtigen Wallet-Daten angegeben haben.

 

Auf den privaten Key kommt’s an

Ganz grob können Sie sich die Wallet als Geldbörse vorstellen. In der Praxis verhält es sich ein wenig komplizierter. Keine Sorge, ich werde Ihnen die Funktionsweise anfängerfreundlich erklären.

In der Wallet sind keine Münzen gespeichert. Das ist ein großes Missverständnis! Der virtuelle Geldbeutel schützt Ihren privaten Schlüssel. Dieser gewährt Ihnen Zugang zu den Münzen. Tatsächlich lagern die Coins meist in der Blockchain. Das ist die Technik hinter Bitcoin, Ethereum und vielen weiteren Kryptowährungen.

Somit bildet die Wallet eine Schnittstelle zu Ihren Münzen. Einfach gesagt: Bitcoins lagern in der Blockchain. Um auf sie zuzugreifen, benötigen Sie einen Schlüssel.

Hier kommt die Crypto Wallet als Bindungsglied zum Einsatz. Die Wallet an sich schützt Ihren privaten Key. Mit diesem können Sie Transaktionen legitimieren.

Der private Schlüssel hat eine enorme Bedeutung. Er lässt sich mit der PIN einer EC-Karte vergleichen. Nehmen wir an, eine Person verliert ihren Geldbeutel. Zufällig hat sie ihre PIN direkt neben der EC-Karte hinterlegt.

Der Betrüger kann das Girokonto bequem am nächsten Automaten leer räumen. Ohne PIN wäre das kaum möglich. Das gilt auch für die Crypto Wallet. In der Regel ist ein Diebstahl nur mit Ihrem privaten Key möglich.

Welche Wallet bietet den besten Schutz?

Nun kommen die verschiedenen Geldbörsen ins Spiel. Einige Arten bieten deutlich höhere Schutzleistungen. Ich möchte Ihnen die besten Möglichkeiten vorstellen.

 

1. Hardware Wallet

Diese Geldbörse verfügt über einen besonderen Schutzmechanismus: Der private Key ist durch einen USB-Stick gesichert. Jeder Zahlungsausgang muss auf dem Stick bestätigt werden. Somit müsste ein Hacker das Gerät klauen, um eine Auszahlung durchzuführen. Das macht einen Diebstahl sehr unwahrscheinlich.

Der Betrüger muss an Ihren USB-Stick gelangen und zugleich das zugehörige Tool auf dem Computer hacken. In der Praxis ist das ein extrem kompliziertes Unterfangen, weshalb ich diese Crypto Wallet als beste Lösung ansehe.

Beliebte Hardware Wallets:

  • Ledger Nano S
  • KeepKey
  • TREZOR

Wie funktioniert diese Wallet?

Zuerst bestellen Sie das Gerät an sich. Am besten kaufen Sie die Hardware direkt auf der offiziellen Webseite oder bei einem seriösen Händler wie Amazon. Verzichten Sie auf den Kauf von Gebrauchtgeräten. Theoretisch könnte der Stick manipuliert worden sein. Die Siegel sollten keine Beschädigungen aufweisen. Sonst schicken Sie das Gerät umgehend zurück.

Anschließend richten Sie die Hardware Wallet ein. Dabei legen Sie ein Passwort fest, das vor dem Gebrauch eingetippt werden muss. Verlieren Sie Ihre Hardware Wallet, ist das nicht weiter schlimm.

Nach drei falschen Passwörtern löscht sich das Gerät automatisch. Danach können Sie den Geldbeutel bequem an einem anderen USB-Stick neu auflegen. Es sollte sich nur um eine Hardware desselben Herstellers handeln.

Um die Wallet zu nutzen, installieren Sie die zugehörige Software auf Ihrem Computer. Diese dient als Bindeglied zwischen dem Gerät und der Online-Kryptowelt. Das notwendige Tool finden Sie auf der offiziellen Seite des Herstellers. Für eine Überweisung starten Sie die Software und bestätigen die Transaktion am USB-Stick.

So oder ähnlich funktionieren die meisten Hardware Wallets. Wie Sie sehen, ist für jedes Worst-Case-Szenario vorgesorgt. Andere Geldbörsen können Ihnen diesen Luxus nicht bieten. Vor allem gegen Verlust oder Diebstahl sind sie nicht so gut gewappnet. In puncto Sicherheit schneidet diese Crypto Wallet vorzüglich ab.

2. Paper Wallet

Eine Paper Wallet sichert den privaten Key auf einem Blatt Papier. Wie beim USB-Stick findet die Datensicherung offline statt. Zudem ist diese Crypto Wallet komplett kostenlos. Es fallen keine Anschaffungskosten an. Die Einrichtung ist nach wenigen Minuten abgeschlossen.

Nehmen wir als Beispiel eine Bitcoin Wallet. Zuerst müssen Sie einen seriösen Anbieter finden. Ich persönlich kann BitAddress.org empfehlen. Gehen Sie auf die Startseite und bewegen Sie Ihre Maus willkürlich einige Minuten umher.

So wird eine individuelle Paper Wallet erstellt. Direkt im Anschluss erhalten Sie Ihren privaten und öffentlichen Schlüssel. Diese Daten können Sie bequem ausdrucken. BitAddress.org speichert natürlich keine Keys ab. Wenn Sie einen Ausdruck machen, existiert bloß eine Kopie Ihrer Paper Wallet.

Risiken der Paper Wallet

Simples Papier lässt sich nicht hacken. Theoretisch können Sie das Dokument über 10 Jahre in einem Tresor aufbewahren. Niemand kann auf Ihre Crypto Wallet zugreifen. Daraus ergibt sich jedoch ein gravierender Nachteil: Ein kleiner Spritzer Wasser genügt, um den privaten Key unleserlich zu machen.

Eine Wiederherstellung ist leider ausgeschlossen. Deshalb sollten Sie mehrere Kopien anfertigen und diese an verschiedenen Orten aufbewahren.

Zur Nutzung der Hardware Wallet ist ein Passwort erforderlich. Der Besitz des blanken USB-Sticks reicht nicht aus, um die Wallet zu leeren. Bei einer Paper Wallet hingegen ist der private Key aufgedruckt. Ein flottes Selfie mit dem Smartphone genügt zum Datenklau.

Mit etwas Pech wird der private Key bereits bei der Erstellung abgefangen. Dazu kann der Hacker versteckte Spyware nutzen. Vor der Generierung Ihrer Paper Wallet sollten Sie unbedingt einen Virenscan durchführen. Verwenden Sie niemals einen öffentlichen Rechner.

3. Desktop Wallet

Diese Crypto Wallet wird auf dem Rechner installiert. Sobald Sie das Tool starten, ist es mit dem Internet verbunden. Für den Zugang geben Sie das Passwort ein. Externe Medien wie ein USB-Stick oder ein Blatt Papier werden nicht benötigt. Somit existiert keine Offline-Absicherung.

Ich würde eine Desktop Wallet eher für kleinere Summen nutzen. Als kurzfristige Lagerstätte ist diese Geldbörse durchaus geeignet. Für Bitcoin sind Electrum und Exodus seriöse Anbieter.

Beide Tools ermöglichen Ihnen ein übersichtliches Münzmanagement. Speichern Sie Ihre Passwörter nicht in einer Datei auf dem Computer ab. Ein Hacker kann mit Malware oder Spyware leicht an Ihre Daten gelangen.

Meiner Meinung nach ist eine Hardware Wallet zu bevorzugen. Die Desktop Wallet sehe ich als Zwischenlösung an. Kurzfristig orientierte Trader sind mit einer Wallet auf einer Kryptobörse besser beraten.

4. Kryptobörsen

Einige Marktplätze bieten eine integrierte Crypto Wallet an. Zunächst scheint das ein praktischer Service zu sein. Als Anleger können Sie Ihre Münzen an einem Ort aufbewahren.

Im Gegensatz zum normalen Bankkonto existiert aber keine gesetzliche Einlagensicherung. Geht eine Bank pleite, kommt der Staat für bis zu 100.000 Euro auf. Solch eine Schutzleistung gibt es bei Kryptobörsen nicht.

Deshalb sollten Sie nur auf einem seriösen Marktplatz handeln. Ich kann Ihnen Binance empfehlen. Die Kryptobörse überzeugt mit über 100 verschiedenen Kryptowährungen. Ob Anfänger oder Experte, die Leistungen werden beiden Gruppen gerecht.

Mir ist jedoch ein anderer Punkt wichtiger: Eine Kryptobörse kann gehackt werden. 2014 eignete sich mit Mt.Gox der prominenteste Fall. Damals war das immerhin der größte Krypto-Marktplatz der Welt! Wegen den Verlusten musste sich die Börse insolvent melden.

Binance geht aktiv gegen Hacker vor. Laut Firmenangaben wird ein Großteil der Münzen auf externer Hardware gelagert. Diese Maßnahme senkt das potenzielle Verlustrisiko enorm.

Zusätzlich hat die Börse eine Anti-Hacker-Reserve in Höhe von 10 Millionen US-Dollar hinterlegt.

Im Falle eines Angriffs soll dieses Geld zur Identifizierung der Täter benutzt werden. Zusätzlich können Sie die sogenannte Zwei-Faktor-Authentifizierung aktivieren. Bei jedem Login erhalten Sie eine SMS mit einem Code zugeschickt. Erst mit Eingabe des Codes ist das Einloggen möglich.

Wichtig: Trotz dieser Schutzleistungen sollten Sie keine hohen Summen auf Kryptobörsen aufbewahren. Ein Hack ist jederzeit möglich.

Droht der Plattform die Insolvenz, sind Ihre Münzen vielleicht verloren. Deshalb sollten Sie nur die Coins auf dieser Crypto Wallet lagern, welche Sie fürs aktive Trading benötigen. Langfristige Einlagen schützen Sie am besten mit einer Hardware Wallet.

5. Online Wallet

Ich rate Ihnen von dieser Variante ab. Das möchte ich sofort betonen!

Eine Online Wallet weist das höchste Risikopotential auf. Es besteht ein doppeltes Risiko:

  • Eine Online Wallet läuft über Ihren Browser. Somit ist diese Crypto Wallet ständig erreichbar. Der Hacker hat alle Zeit der Welt, um diese Geldbörse zu attackieren. Die Hardware Wallet hingegen ist nur wenige Sekunden mit dem Computer verbunden.
  • Der Betreiber der Webseite kennt Ihren privaten Schlüssel. Das gilt auch für Wallets bei Kryptobörsen. Wird der Anbieter gehackt, kann der Betrüger an Ihre Daten gelangen. Dafür muss er keine Malware auf Ihren Computer schleusen.

Aus diesen Gründen würde ich keine Online Wallet nutzen. Nur für kleinere Summen kommt diese Crypto Wallet infrage. Die Kryptowelt ist noch relativ jung. Die Anbieter arbeiten daran, die Sicherheit zu erhöhen.

Bis dahin sollten Sie Ihren Beitrag zum Datenschutz leisten. Eine Hardware Wallet kostet ungefähr 100 Euro. Doch diese Summe fällt einmalig an und trägt dauerhaft zum Schutz Ihres privaten Schlüssels bei.

Möchten Sie es trotz Sicherheitsbedenken mit einer Online Wallet probieren? Für Bitcoin genießt die Crypto Wallet Blockchain einen guten Ruf. Anstelle einer klassischen Online Wallet bietet sich eher ein Account bei einer Kryptobörse wie Binance an.

Was sollte ich beachten?

Anleger können sich mit einigen einfachen Tricks gegen Betrüger absichern. Zuerst sollten Sie sich für eine sichere Crypto Wallet entscheiden. Eine Online Wallet ist zwar schnell eingerichtet, bietet jedoch bloß eine geringe Sicherheit.

Ich würde Ihnen eine Hardware Wallet wie Ledger Nano S empfehlen. Das Gerät kostet zwar um die 100 Euro, doch es schützt Ihre Münzen vor Hackern.

Zudem sollten Sie an ein Backup des privaten Keys denken. Eine Hardware Wallet ermöglicht Ihnen, den Schlüssel auf einem anderen Gerät wiederherzustellen.

Bei einer Paper Wallet ist das logischerweise ausgeschlossen. Deshalb sind mehrere Ausdrucke notwendig, die sicher zu verwahren sind.

Generell sollten Sie die Crypto Wallet an einem sicheren Ort einrichten. Nutzen Sie ausschließlich ein privates Netzwerk, von einer öffentlichen WLAN-Verbindung ist abzuraten.

Fazit: Investieren Sie in eine Hardware Wallet

Für mich persönlich steht der Gewinner fest. Derzeit ist eine Hardware Wallet die beste Wahl. Dahinter folgt die relativ sichere Paper Wallet. Doch Papier kann schnell unleserlich werden, was einen Totalverlust bedeutet. Der USB-Stick hingegen lässt sich an einem anderen Gerät neu aufspielen. Von einer Desktop Wallet ist tendenziell abzuraten.

Langfristige Anleger sollten zu einer Hardware Wallet greifen. Für kurzfristige Trades ist eine Crypto Wallet bei Binance zu empfehlen. Bewahren Sie dort nur die Münzen auf, mit denen Sie wirklich aktiv handeln. Gehen Sie einige Wochen in den Urlaub, überweisen Sie die Coins auf eine Hardware Wallet.

Mit diesen Tipps sind Hacker gegen Sie praktisch chancenlos!

 

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