DAX ETF – Was ist das und wie macht es mich reich?

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Der Deutsche Aktienindex (DAX) ist eine echte Erfolgsgeschichte. Offiziell wurde er am 31. Dezember 1987 mit 1.000 Punkten eingeführt.

30 Jahre später notiert er bei weit über 12.000 Punkten. Das ist eine Steigung von über 1.100 Prozent! Mit einem DAX-ETF können Sie auf weitere Gewinne spekulieren. Was genau steckt hinter diesen beiden Abkürzungen?

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Was ist der DAX?

Irgendwie erinnert der Name an ein pelziges Tierchen. Doch der „echte“ Dachs hat nichts mit dem Deutschen Aktienindex zu tun.

Beim DAX handelt es sich um einen Index, der aus den 30 größten Unternehmen besteht. Für mich stellt jeder Index ein Nachschlagewerk dar. In unserem Fall bietet der DAX einen Überblick über die deutschen Branchenriesen.

Da Deutschland eine Autonation ist, sind gleich drei KFZ-Werte vertreten. BMW, Daimler und Volkswagen sind feste Index-Bestandteile. Die restlichen Firmen sind Branchen wie Energie (E.ON, RWE), Immobilien (Vonovia) oder Textil (Adidas) zuzuordnen.

Diese breite Streuung ist ein großer Vorteil für Anleger. Eine Einzelaktie kann zu hohen Gewinnen führen. So ist Facebook in den letzten 5 Jahren von 26,30 Euro auf bis zu 140,20 Euro gestiegen. Das entspricht einer stolzen Rendite von 433 Prozent.

Hätten Sie in die Deutsche Bank investiert, wären Sie mit rund 30 Prozent im Minus. In 2016 prasselte es mehr schlechte Nachrichten als Regentropfen bei einem Gewitter.

Für Anleger waren das unruhige Zeiten, die um die Existenz der Bank bangen mussten. Das Kreditinstitut ist ein weiteres DAX-Mitglied. Im Vergleich zur Bank ist der Index in den 5 Jahren um circa 110 Prozent gestiegen.

Logische Schlussfolgerung: Mit dem DAX schläft es sich entspannter!

Wie kann ich investieren?

Eine Aktie lässt sich über das Depotkonto kaufen. Dafür müssen Sie lediglich den Namen der Firma eintippen. Im Anschluss legen Sie die gewünschte Stückzahl fest und geben die Kauforder in Auftrag. Beim DAX handelt es sich nicht um eine Firma.

Es ist eine Zusammenstellung mehrerer Unternehmen. Ein Finanzprodukt sollte den Index 1:1 nachbilden. Steigt er um 4 Prozent, sollte es das Produkt auch tun.

Als Anlageobjekt ist ein DAX-ETF die beste Wahl. Er eignet sich hervorragend zur langfristigen Geldanlage. Selbst bei einer Pleite des Emittenten (herausgebende Bank) sind Sie geschützt. Das Institut kann Ihre Gelder nicht zur Sanierung nutzen.

Der ETF-Wert bleibt weiterhin bestehen. Auf diesen Punkt bin ich so genau eingegangen, weil er häufig vernachlässigt wird. Bei einer Anlage von über 20 Jahren ist der Selbstschutz enorm wichtig. Banken kommen und gehen. Mit einem DAX-ETF stehen Sie juristisch auf der sicheren Seite.

Ich habe das Wörtchen „ETF“ mehrmals erwähnt. Was steckt hinter diesen drei Buchstaben? Das Kürzel steht für Exchange-Traded Funds (börsengehandelte Fonds).

Im Vergleich zu aktiven Fonds gibt es keinen Manager. ETFs orientieren sich an einem Basiswert wie dem DAX. Es kommen auch andere Indizes oder Rohstoffe und Währungen infrage. Der größte Vorteil sind die geringen Kosten. Wegen des niedrigen Verwaltungsaufwands entstehen kaum Gebühren.

Bei aktiv gemanagten Produkten möchte der Fondsverwalter etwas für seine Arbeit haben.

Pro Jahr macht das 1,5 Prozent der Rendite aus. Das ist ein hoher Betrag, den aktive Fonds auf ETFs aufholen müssen.

Ein Fondsmanager wird an einer Benchmark (Vergleichswert) gemessen.

Besteht der aktive Fonds aus deutschen Aktien, müsste der Verwalter den DAX schlagen. In den meisten Fällen scheitern die Manager an dieser Hürde.

Als Anleger haben Sie für eine schlechtere Performance mehr Geld bezahlt. Deshalb ist es schlauer, in einen DAX-ETF zu investieren.

Welcher DAX-ETF ist am besten?

Viele Bankberater schweigen über Indexfonds. Diese Produkte sollen einen Index wie den DAX möglichst genau nachbilden.

Im Vergleich zu aktiv gemanagten Fonds werfen sie zu geringe Vertriebsprovisionen ab. Immer mehr Anleger informieren sich im Internet. So erfahren sie alles über die Vorteile von ETFs. Inzwischen sind gigantische Summen in Exchange-Traded Funds investiert.

Top 5 DAX-ETF:

– iShares Core DAX UCITS (DE0005933931)
– DAX UCITS (LU0274211480)
– Deka DAX UCITS (DE000ETFL011)
– LYXOR UCITS DAX (LU0252633754)
– DAX TR UCITS (LU0378438732)

In Klammern habe ich die ISIN (International Securities Identification Number) eingefügt. Anhand dieser Nummer können Sie den gewünschten DAX-ETF finden. Gehen Sie wie bei jedem normalen Aktienkauf vor. Die Liste ist nach den aktuellen Bestsellern sortiert. So verfügt der iShares Core über ein Investitionsvolumen von über 8,3 Milliarden Euro. Im DAX UCITS sind 4,2 Milliarden Euro investiert, während der 5. Platz rund 505 Millionen Euro eingesammelt hat.

Ein Großteil der aktiven Fonds werden in den ersten 15 Jahren eingestellt. Bei DAX-ETFs ist das anders, da sie als langfristige Finanzanlage gedacht sind. Der Bestseller befindet sich seit dem 27.12.2000 auf dem Markt. DAX UCITS hat am 10.01.2017 sein 10-jähriges Jubiläum gefeiert. Somit eignen sich Indexfonds als Altersvorsorge. Außerdem sind sie eine gute Alternative zum Sparbuch, da die Rendite höher ausfällt. Aktuell zahlt die Bank an die 0,5 bis 2,0 Prozent Zinsen pro Jahr. Auf 1.000 Euro gibt es 5 Euro Zinsen. Das motiviert nicht wirklich zum Sparen. Ein DAX-ETFs kann Ihnen jährlich circa 9 Prozent auf einen längeren Zeitraum bieten. Für mich sind Indexfonds die lukrativeren Finanzprodukte.

Wie kann ich die Qualität bewerten?

Ich prüfe einen DAX-ETF anhand von zwei Kriterien.

1. TER (Total Expense Ratio)

Die TER zeigt die laufenden Kosten eines Fonds an. Da es keinen Manager gibt, fallen diese Ausgaben gering aus. So liegt die TER von iShares Core bei 0,16 Prozent im Jahr. DAX TR UCITS hat einen Wert von 0,08 Prozent, während DAX UCITS mit 0,09 Prozent knapp schlechter abschneidet. Aktiv gemanagte Fonds verfügen über eine TER von durchschnittlich 1,5 Prozent.

2. Tracking-Error (Nachbildungsfehler)

Die Qualität eines ETFs hängt von seiner Genauigkeit ab. Ein DAX-ETF folgt seinem Index 1:1. Das ist die Theorie, in der Praxis schleichen sich Fehler ein.

So wird der DAX einmal im Jahr neu zusammengestellt. Es gibt Auf- und Absteiger wie im Fußball. Die Deutsche Börse ist für die Ermittlung zuständig. Das geschieht anhand der Umsatzstärke (gehandelte Aktien) und der Marktkapitalisierung (Gesamtwert) eines Unternehmens.

Die Indexfonds müssen ihre Wertpapiere austauschen. Beim Kauf kann es zu minimalen Fehlern kommen. Zudem fallen Transaktionskosten an, die nicht in der TER aufgeführt sind. Auf 10 Jahre betrachtet, liegt der jährliche Tracking-Error von iShares Core bei 0,04 Prozent. Deka DAX UCITS weiß mit 0,01 Prozent zu überzeugen.

Fondstipp: Anstelle der beiden Kennzahlen können Sie die Total Cost of Ownership (TCO) prüfen. Hier sind alle Kosten für den DAX-ETF enthalten, denn die oberen Kriterien haben einen Nachteil. Steuern und Ordergebühren sind nicht enthalten. Außerdem fehlt die Geld-/Briefspanne (Spread) beim ETF-Handel. Was ist der Spread? Der Kaufkurs notiert immer ein wenig höher als der Verkaufskurs. Diese Differenz ist eine wichtige Einnahmequelle des Emittenten. Auf die Rendite wirkt sich das negativ aus. Daher empfehle ich Ihnen einen Blick auf die TCO.

Als Anleger sollten Sie nicht nur die Qualität des Fonds prüfen. Natürlich müssen Sie sich mit dem Basiswert befassen. Der DAX ist ein relativ krisensicherer Index.

Die angesprochene Streuung wirkt sich zu Ihrem Vorteil aus. Dennoch können sich andere Staaten besser entwickeln. Ich spreche nicht von Ländern wie Indien oder Thailand, die kaum einzuschätzen sind. Auch die USA bieten mit dem Dow Jones einen interessanten Index.

Dort sind Firmen wie American Express, McDonald’s oder Walmart vertreten. Der Fachbegriff für dieses Vorgehen nennt sich diversifizieren.

Ich setze auf mehrere Indizes, um das optimale Ergebnis zu erreichen. Zeitgleich senke ich mein Risiko, sollte ein Anlageprodukt unerwartet fallen.

Wann sollte ich Indexfonds kaufen?

Seit Anfang 2009 befindet sich der DAX in einer starken Aufwärtsbewegung. Ich könnte den Zeitraum von 2003 in diese Rechnung hinzunehmen. In den 6 Jahren ist er in der Tiefe von 2.203 auf 3.667 Punkte gestiegen.

Der DAX scheint nur noch eine Richtung zu kennen. Wenn Sie sich den Kursverlauf ansehen, gab es einige starke Rückschläge. Hier sind die Finanzkrise (2007-2009), das Unglück von Fukushima (2011) und die Rezession der chinesischen Wirtschaft (2015) zu nennen.

Ich habe mich gefragt: Wie lange soll die „Börsen-Party“ noch weitergehen? Zuerst einmal sollten Sie sich nicht von Kursverlusten von 10-20 Prozent beunruhigen lassen. Der Brexit (2016) und die Trump-Wahl (2016) haben die Märkte kurzzeitig um über 7 Prozent abstürzen lassen.

Doch sie konnten sich schnell wieder beruhigen. 2017 stieg der DAX auf ein Allzeithoch von über 12.800 Punkten!

Der DAX konnte andauernd neue Höchststände erreichen. Im Anschluss folgten einige kleinere Schwächeperioden von 1-5 Jahren. Langfristig war es die richtige Wahl, stets investiert zu bleiben. Die historische Performance der letzten 25 Jahre liegt bei rund 8,5 Prozent.

Ich empfehle Ihnen einen Blick auf das Renditedreieck vom DAX. Es zeigt Ihnen die Entwicklung des Kurskurses in beliebigen Investitionszeiträumen. Auf 10 Jahre betrachtet, sprang immer eine grüne Zahl heraus. Manchmal waren sogar zweistellige Renditen möglich. Eine Performance von 8,5 % p.a. (per annum) bedeutet, dass sich Ihr Kapital pro Jahr um diesen Wert erhöht.

„Kaufen, wenn die Kanonen donnern, verkaufen, wenn die Violinen spielen.“ (Carl Mayer von Rothschild)

Für den Anfänger mag diese Börsenweisheit verwirren klingen. Warum sollte ich an einem Hochpunkt verkaufen? Die Wirtschaft läuft gut und dieser Trend kann sich fortsetzen! Außerdem lässt sich schwer einschätzen, wann die „Violinen spielen“.

Viele Experten sahen für 2016 einen Börsencrash voraus. Das Argument lautete, dass sich die US-Wahl von Trump negativ auswirken würde. Die Reaktion der Märkte können Sie sich denken: Sie stiegen auf ein Rekordniveau und legten Anfang 2017 eine famose Rallye hin. Sogar Profi-Händler tun sich mit der korrekten Einschätzung schwer.

Wie machen Indexfonds reich?

Wie das Trump-Beispiel gezeigt hat, braucht es eine passive Strategie. Die Märkte führen ein gewisses Eigenleben, das sich nur schwer einschätzen lässt. Deshalb ist eine langfristig orientierte Investmentstrategie zu empfehlen. Das angesprochene Renditedreieck ist der beste Beweis. Mit einem DAX-ETF lässt sich dieser Plan bestmöglich umsetzen.

Hier gibt es zwei Möglichkeiten:
– Einmalinvestition (10.000 Euro)
– Konstante Sparraten (100 Monate à 100 Euro)

Natürlich können Sie die Geldsumme selber festlegen. Die Zahlen sollen nur als Beispiel dienen. Investieren Sie die 10.000 Euro auf einmal, sind Sie von steigenden Kursen abhängig. Steht der DAX-ETF nach 4 Jahren bei -8 Prozent, haben Sie 800 Euro verloren. Das war etwa von Juni 2007 bis Mai 2011 der Fall. Hätten Sie jeden Monat eine fixe Summe angelegt, wären nur die Anteile von 2007 im Minus. Der Vorteil: Anfang 2009 hätten Sie den DAX-ETF zum halben Preis bekommen. Alle Anteile ab Ende 2008 würden im dunkelgrünen Bereich notieren. Am Ende hätten Sie mit konstanten Sparraten über 35 Prozent erwirtschaftet.

Der DAX bewegt sich auf und ab. Solche Schwankungen sind keine Seltenheit, sondern die historische Regel. Aus diesem Grund ist der Cost-Average-Effekt (Durchschnittskosten) dem Einmalinvestment vorzuziehen. Den Effekt erzielen Sie mit regelmäßigen Sparraten. Nehmen wir an, der DAX-ETF kostet 100 Euro. Nun bricht der Kurs auf 50 Euro ein und steigt im Anschluss auf 110 Euro. Bei monatlichen Raten von 300 Euro hätten Sie zum Tiefpreis ganze 6 Anteile erhalten. So generieren Sie eine höhere Rendite im Monat. Entscheidend ist der langfristige Anlagezeitraum. In kurzen Zeitspannen von 1-4 Jahren könnten Sie mit etwas Glück einen günstigen Kurs erwischen. Von Januar 2012 bis April 2015 ist der DAX fast durchgehend gestiegen. Die einmalige Investition um 2012 herum hätte die höchste Rendite gebracht.

Bei Zeiträumen von über 10 Jahren sind konstante Sparraten die beste Wahl. Der Anleger profitiert vom Zinseszinseffekt. Auf die aktuellen Erträge gibt es nächstes Jahr zusätzliche Zinsen So kann das Kapital schneller wachsen. Rund 9 Prozent sind jährlich möglich. Als Beispiel soll der DAX-ETF iShares Core mit einer Monatsrate von 300 Euro dienen.

Sparplan auf den iShares Core:

– Jahr 1: 3.775,50 Euro
– Jahr 10: 57.360,91 Euro
– Jahr 23: 262.517,83 Euro
– Jahr 30: 514.629,11 Euro
– Jahr 38: 1.067.068,75 Euro

Mit 10 Euro am Tag können Sie nach 38 Jahren die Million knacken. Für den Nachwuchs ist ein Sparplan ebenfalls interessant. So kann der Jugendliche seine Ausbildung oder das Studium im Eigenheim genießen. Achten Sie bei einem langfristigen DAX-ETF auf die Kosten.

Es sollten keine Depotgebühren anfallen. Manche Banken bieten besonders günstige Konditionen auf Sparpläne. Sie erlassen einen Großteil der monatlichen Kaufkosten. So lohnen sich auch DAX-Sparpläne auf kleine Beträge wie 25 Euro.

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