3 Fintech-Startups, die Sie auf jeden Fall kennen sollten

Fintech Startups

Sie machen den etablierten Banken das Leben schwer. Darf ich vorstellen: die Fintech Startups der Finanzwelt! Aktuell erleben wir einen Boom an Gründungen. Und deren Ideen haben es in sich. Ich möchte Ihnen drei heiße Fintechs vorstellen, die in Deutschland von sich Reden machen.

 

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Was sind Fintech Startups überhaupt?

Fintech ist die Abkürzung für Finanztechnologie. Unter diese Kategorie fallen Finanzdienstleister, die auf moderne Technologien setzen. Dazu zählen Dienstleistungen rund um mobile Geräte wie das Smartphone.

Oder auch eine Website, die Ihnen über das Internet neue Anlagemöglichkeiten eröffnet. Der klassische Bankberater wird durch einen Online-Berater ersetzt. Wie das in der Praxis abläuft, erfahren Sie in meinem Artikel.

 

Nun heißt es: Manege frei für 3 smarte Fintech Startups!

 

1. Scalable Capital

Im Jahr 2016 erfolgte der Marktstart von Scalable Capital aus München. Das Unternehmen wollte sich als Robo-Advisor etablieren. Konkurrenz war reichlich vorhanden: Seit 2013 stritten sich fintego und vaamo um diesen Markt.

Dennoch konnten die Münchner andere Fintech Startups weit hinter sich lassen. Aktuell liegt das Anlagevermögen von Scalable Capital bei über 250 Millionen Euro. Als erstes aller Robo-Fintech Startups konnte es die Marke von 100 Millionen Euro knacken. Diese Leistung ist dem Robo-Berater nach weniger als 12 Monaten gelungen.

Einige Leser können mit dem Begriff Robo-Advisor wenig anfangen. Das ist auch kein Wunder, denn in Deutschland hat der Hype gerade erst begonnen. Anstelle des Bankberaters kümmert sich der Roboter um Ihre Ersparnisse.

Dabei geht er wie ein Finanzexperte vor: Am Anfang müssen Sie einen Katalog an Fragen beantworten. Basierend auf den Antworten erstellt der Roboter eine Anlagestrategie. Und Scalable Capital ist einer dieser Robo-Advisor.

Die Strategien sind auf langfristige Zeiträume ausgelegt. Um die Kosten gering zu halten, wird mit ETFs (Exchange Traded Funds) gearbeitet. Das Gegenstück zu ETFs bilden aktive Fonds. Die Kosten für solche Fonds fallen wegen dem Manager höher aus.

Im Schnitt sind es 1,5 % im Jahr, bei ETFs belaufen sie sich lediglich auf 0,3 % oder weniger. ETFs benötigen keinen Fondsmanager, was sich positiv auf deren Gebühren auswirkt. Für die Kursentwicklung wird ein Basiswert wie ein Index herangezogen. Hier ist beispielsweise der Deutsche Aktienindex zu nennen. Wenn der DAX um 2,6 % steigt, tut dies auch der ETF mit 2,6 Prozent.

 

Wie funktioniert Scalable Capital?

Zuerst stellt Ihnen der Robo-Advisor mehrere Fragen. Welches Ziel verfolgen Sie mit Ihrer Anlagestrategie? Wie hoch ist Ihr Netto-Monatseinkommen? So möchte Scalable Capital die optimale Geldanlage herausfinden. Damit Sie keine zu hohe Sparsumme auswählen, wird nach den finanziellen Verhältnissen gefragt.

Scalable Capital stellt das Portfolio anhand von 23 Risikoklassen zusammen. Das konkrete Verlustrisiko wird dem Kunden klar aufgezeigt: Als Maßstab dient der Value-at-Risk oder auch VaR genannt.

Ein VaR von 15 % bedeutet, dass Sie höchstens 15 % der Anlagesumme verlieren. Die Wahrscheinlichkeit für dieses Ereignis liegt bei 95 %. Nur zu 5 % tritt ein höherer oder niedrigerer Gewinn bzw. Verlust ein.

Der Value-at-Risk kann zwischen 5 bis 20 % liegen. Je höher diese Kennziffer ausfällt, desto höher sind die Gewinn- und Verlustchancen. Bei einem VaR von 20 % kann das Endergebnis zwischen +/-20 % variieren.

Der VaR von 5 % führt zu einem möglichen Ergebnis von +/- 5 %. Auch hier gilt eine Wahrscheinlichkeit von 95 %. Somit besteht das Risiko, dass das tatsächliche Ergebnis besser oder schlechter ausfallen kann.

 

Anlageuniversum des Fintech Startups:

 

  • Aktien
  • Besicherte Anleihen (es sind physische Sicherheiten wie Gold oder Immobilien hinterlegt)
  • Geldmarkt
  • Rohstoffe
  • Staatsanleihen
  • Unternehmensanleihen

 

Eine Anleihe bezeichnet ein Firmen- oder Staatsdarlehen. Dabei geben Sie z. B. dem Staat einen Kredit und erhalten dafür regelmäßige Zinsen. Nach einer Laufzeit von sagen wir 15 Jahren wird der Anlagebetrag zurückbezahlt.

Anleihen gelten als relativ sichere Geldanlage. Eine Besicherung könnte durch physische Werte wie Grundstücke erfolgen.

 

20 Jahre später

Ein Kunde hat für 20 Jahre sein Geld bei Scalable Capital angelegt. In dieser Zeit muss er sich um nichts kümmern, denn der Algorithmus des Fintech Startups erledigt alles für ihn.

Es findet ein aktives Risikomanagement statt. Das bedeutet: Die Gewichtung der einzelnen Anlageklassen wird der Value-at-Risk angepasst. Nehmen wir an, es droht ein höherer Verlust als die gewünschten 15 % VaR. In diesem Fall könnte der Roboter die Aktienquote zugunsten risikoarmer Anleihen senken.

Als Sparer können Sie sich entspannt zurücklehnen. Eine Kontrolle des Fintech Startups ist ebenfalls nicht notwendig. Nach 20 Jahren erfolgt die Auszahlung Ihres Geldes. Für mich ist das die Geldanlage der Zukunft. Ein Robo-Advisor kann frei von Emotionen eine Anlageentscheidung treffen.

Deshalb darf der Marktführer Scalable Capital bei dieser Aufzählung nicht fehlen. Anstelle der 20 Jahre können Sie jeden anderen beliebigen Sparzeitraum auswählen. Ob 5, 10, 15 oder sogar 25 Jahre bleibt Ihnen überlassen.

 

2. NUMBER26 (N26)

Peter Bosek bezeichnete NUMBER26 (N26) als „einzigen ernstzunehmenden Konkurrenten aus der Fintech-Branche“. Immerhin handelt es sich bei ihm  um den Vorstand der Ersten Bank – das ist eine der größten Bankengruppen in Österreich.

Was ist dieses NUMBER26 (N26) überhaupt? Die Idee des Fintech Startups trifft den Nerv der Zeit. NUMBER26 (N26) wurde 2013 in Berlin gegründet. Es handelt sich um eine mobile Bank für das Smartphone.

Das ist ein völlig neuer Ansatz, der von der üblichen Filiale abweicht. Im Vergleich zur Sparkasse haben Sie keinen persönlichen Ansprechpartner. Das Girokonto läuft über das eigene Smartphone.

Alle Transaktionen lassen sich auf dem mobilen Gerät durchführen. NUMBER26 (N26) erfasst Auszahlungen und Überweisungen in Echtzeit. Schickt Ihnen jemand Geld, werden Sie bei der Ankunft über die App benachrichtigt.

Das komplette Girokonto lässt sich mit dem Smartphone steuern. Ich halte den Ansatz des Fintech Startups für innovativ: In der Altersgruppe von 30-49 liegt der Anteil an deutschen Smartphone-Nutzern bei 93 Prozent.

Bei den 14- bis 29-Jährigen sind es sogar 95 Prozent. Mobile Geräte haben sich zu einem festen Bestandteil unseres Lebens entwickelt. Und davon können Banking-Apps wie NUMBER26 (N26) profitieren. Aktuell sind 60 % der über 300.000 Kunden jünger als 35 Jahre. Andere Fintech Startups träumen von so einer großen Kundschaft.

 

Die NUMBER26 (N26)-Services auf einen Blick:

 

  • Girokonto: Kontoführung über eine App
  • Mastercard für bargeldlosen Zahlungsverkehr
  • Dispokredite bis zu 5.000 Euro
  • MoneyBeam – sofortiger Geldversand an Freunde und Bekannte
  • N26 Savings: Sparkonto mit bis zu 1,48 % Zinsen
  • N26 Credit: Sofortkredit zwischen 1.000 und 25.000 Euro
  • N26 Invest: Robo-Advisor in Kooperation mit vaamo

 

Für mich hört sich das nach einer kompetenten Bank an. Von den Leistungen scheint NUMBER26 (N26) sogar etablierte Institute zu übertreffen.

Ich kenne kaum eine Bank, die einen Robo-Advisor anbietet. Mit Scalable Capital haben Sie bereits einen Roboter kennengelernt. Vaamo, den NUMBER26 Invest (N26 Invest) anbietet, ist einer der größten Konkurrenten in Deutschland.

 

Was ist das Erfolgsrezept?

Ich habe das Geheimnis schon in Teilen verraten. Eine ähnliche App hat es zuvor noch nicht gegeben. Bis vor wenigen Jahren wäre das technisch kaum möglich gewesen. Die App bildet das Herzstück von NUMBER26 (N26). Ohne sie wäre das Finanzinstitut eine Bank wie jede andere.

Die Kontoführung ist auf das Smartphone ausgerichtet. Ein weiterer Pluspunkt sind die #Tags: Der Kunde kann Ausgaben in verschiedene Kategorien wie Ernährung, Party oder Steuern einteilen.

So erhalte ich einen guten Überblick zu meine Finanzen und kann eventuell die Kosten einschränken. Ich sage mir nächsten Monat, dass ich höchstens 100 Euro für Bars & Restaurants ausgebe.

Da die Zielgruppe aus einem jüngeren Publikum besteht, trägt die App zur finanziellen Bildung bei. Die Nutzer lernen, besser mit ihrem Geld umzugehen. Wenn ich mein Budget übersteige, werde ich sofort nach der Abbuchung benachrichtigt.

Das Konto lässt keine Wünsche offen. Ich kann sogar einen Kredit zwischen 1.000 und 25.000 Euro beantragen. Dafür muss ich einige Fragen in der App des Fintech Startups beantworten.

Im Anschluss werden mir die Möglichkeiten direkt angezeigt. Der Kunde muss mit Zinsen zwischen 2,99 und 7,80 % rechnen. Ein Dispo lässt sich je nach Bonität bis zu 5.000 Euro einrichten. Auch hier reichen ein paar Klicks auf dem Smartphone aus. Die Zinsen liegen bei konkurrenzfähigen 8,9 % im Jahr.

 

Wo kann ich Geld abheben?

Bisher klingen die Funktionen des Fintech Startups sehr verlockend. NUMBER26 (N26) bietet ein kostenloses Girokonto mit tollen Leistungen an. Aber es fehlt an einem Filialnetz!

Große Banken wie die Deutsche Bank oder die Kreissparkassen sind in jeder Kleinstadt vertreten. Und falls nicht, haben sie eine Kooperation geschlossen, um Sie gratis mit Bargeld zu versorgen. Auch hier hat sich NUMBER26 (N26) eine clevere Lösung ausgedacht.

Generell sind bis zu 5 kostenfreie Abhebungen pro Monat erlaubt. Die App des Fintech Startups weist Ihnen den Weg zum nächsten Automaten. Alternativ können Sie bei einem der 7.000 CASH26-Partner gratis Geld abheben. Dazu zählen Handelsketten wie Eckert, real, REWE oder Penny.

Die Partnergeschäfte können Sie anhand der NUMBER26-App (N26-App) ausfindig machen. Bei den Partnern kann man Ein- und Auszahlungen tätigen. Der Kunde erstellt in der App des Fintech Startups einen Barcode und zeigt ihn an der Kasse vor.

Die Online-Bank verzichtet auf eine EC-Karte. Dafür können Sie stattdessen die Mastercard im In- und Ausland nutzen. Ich kenne kaum einen Laden, bei dem ich nicht mit dieser Karte bezahlen kann.

Unter dem Strich nimmt NUMBER26 (N26) eine besondere Rolle ein. Das Startup hat die Bankenwelt mit seiner App revolutioniert. Aus diesem Grund gehört dieses Fintech in meine Top 3 Liste.

 

3. wikifolio

Aktive Fonds werden von einem Manager verwaltet. Aber normale Verbraucher können ebenso gute Strategien haben. Man muss ihnen nur die richtige Plattform zur Verfügung stellen. So oder ähnlich werden die Gründer von wikifolio gedacht haben. Im Jahr 2012 erfolgte in Österreich die Gründung des Fintech Startups.

Wikifolio arbeitet als Vermittler. Der Anbieter stellt eine Plattform zur Verfügung, auf der sich Trader und Privatanleger finden können.

 

Was genau ist Copy Trading?

Nehmen wir an, Sie möchten Geld anlegen. Dafür melden Sie sich bei wikifolio an und werfen einen Blick auf die Profile der Trader. Die meisten Händler sind private Verbraucher, die ihre eigene Handelsstrategie verfolgen.

Nun stellen sie ihre Strategie der Community zur Verfügung. Dafür erhält der Händler eine Provision ausgeschüttet, die sich an seinen Gewinnen orientiert.

Definition: Copy Trading ist ein Ansatz, bei dem Sie eine Strategie von einem anderen Händler übernehmen. Das geschieht vollautomatisch über ein wikifolio-Zertifikat. Über die Börse können Sie eine beliebige Menge an Zertifikaten kaufen. Der Verkauf ist jederzeit möglich.

 

So funktioniert wikifolio:

  • Jeder wikifolio-Trader beginnt mit einem Spielgeld-Depot von 100.000 Euro.
  • Man kann sein Spielgeld-Depot jederzeit investierbar machen. Vorher ist es nur eine Simulation, mehr nicht. Dafür müssen Sie beim Support von wikifolio einen extra Antrag stellen.
  • In der Zwischenzeit hat der Trader sein Depot auf 110.000 Euro gesteigert.
  • Das Depot wird für das Zertifikat umgerechnet: 100.000 Euro entsprechen jeweils 100 Euro. Aus 110.000 Euro wird ein Zertifikat mit einem Kaufpreis von 110 Euro. Das wikifolio-Depot dient von nun an als Basiswert, also als Grundlage für das Zertifikat.
  • Ab jetzt kann jeder sein Geld in das wikifolio-Zertifikat investieren! Das geht ganz simpel über die Börse. Ein wikifolio wird wie eine normale Aktie gekauft und verkauft.
  • Steigert der Trader das Depot von 110.000 auf 145.000 Euro, steigt das Zertifikat von 110 auf 145 Euro.

 

Warum sollte ich in fremde Menschen investieren?

Bisher klingt das nach einem komplizierten Ansatz. Wo liegt der Mehrwert für den privaten Anleger? Ganz einfach: Ich kann die wikifolio-Zertifikate bis ins kleinste Detail untersuchen. Alle Käufe und Verkäufe sind im Profil des Händlers hinterlegt. So kann ich die Handelsstrategie genau unter die Lupe nehmen.

Wikifolio verlangt von seinen Tradern, dass sie ihren Ansatz detailliert beschreiben. So bin ich auf interessante Strategien gestoßen, die ich vorher noch gar nicht kannte.

Manche Händler schaffen es, den Markt zu schlagen. Das bedeutet, sie schneiden besser ab, als bekannte Indizes wie der DAX. Vor allem für Anfänger fällt die Auswahl der Händler schwer. Sie können kaum einschätzen, ob ein Trader zu ihrem Risikoprofil passt. Dafür hat wikifolio mehrere Auszeichnungen eingeführt.

 

Eine Auswahl der Auszeichnungen:

  • Aktiv diversifiziert (in den letzten 6 Wochen mindestens 10 verschiedene Positionen)
  • Guter Kommunikator (5 Kommentare in 3 Wochen)
  • Regelmäßige Aktivität (9 von 12 Wochen wenigstens 4 Logins pro Woche)
  • Häufig gekauft (positive Bilanz von plus 25 Käufen im Vergleich zu Verkäufen)
  • High-Performance (vergangene 12 Monate über 40 % Performance)
  • Kontinuierliches Wachstum (in 60 % der Monate wurden Gewinne erzielt, dabei kein Verlust höher als 12 %)

 

Es gibt noch viele weitere Auszeichnungen. Wenn Sie sich einen sicheren Händler wünschen, sollten Sie z. B. nach der Medaille „Kontinuierliches Wachstum“ filtern. Die Suchfunktion des Fintech Startups ist mehr als vorbildlich.

Das Social Trading ermöglicht Ihnen eine neuartige Form der Geldanlage. Daher hat sich wikifolio einen Platz in meiner Top 3 Liste redlich verdient.

 

Fazit: Wie sieht die Zukunft aus?

Erst kürzlich hat der Billionen-schwere Vermögensverwalter BlackRock rund 30 Millionen Euro in Scalable Capital investiert. Der Hintergedanke: Robo-Advisors könnten sich als Alternative zur Bankberatung etablieren.

In den USA sind die Roboter bereits bei den Kunden angekommen. Die Vanguard Group zählt mit einem verwalteten Kapital von über 30 Milliarden Euro zu den Schwergewichten dieser Branche. Eine wichtige Sparte bildet dabei die Robo-Beratung. Nach BlackRock ist es sogar der zweitgrößte Vermögensverwalter der Welt.

Etablierte Banken werden in Zukunft mit NUMBER26 (N26) um Kunden konkurrieren. Ich sehe diese Entwicklung positiv, da sich der Service zu meinem Gunsten verbessert.

Bei dieser Aufzählung darf das Copy Trading nicht fehlen. Ich finde es sehr spannend, dass auch private Händler ihre Strategien präsentieren können. Und ich als Anleger kann in talentierte Trader investieren – oder mich selber als Börsenexperte versuchen.

 

So oder so, die Zukunft gehört ganz klar den Fintech Startups!

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