Fintech Unternehmen – Was ist das eigentlich & welche gibts?

Fintech Unternehmen

Alle Fintech Unternehmen auf einen Blick!

Das Wörtchen „Fintech“ ist in aller Munde

Ein Fintech-Unternehmen nach dem anderen wird gerade gegründet und die Medien berichten fleißig darüber.

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So konnte der deutsche Überflieger Scalable Capital über 250 Millionen Euro an Kundengeldern gewinnen. Insgesamt verwaltet dieser sogenannte Robo-Advisor das Kapital von etwa 6.000 Anlegern. Und es gibt noch viele andere Fintech Unternehmen. Die wichtigsten Branchen auf einen Blick!

 

Was sind Fintech Unternehmen?

Die Verbraucher zeigen großes Interesse an Fintech Unternehmen. Alleine der Begriff „Fintech“ wird 20-mal mehr gegoogelt als noch vor 3 Jahren. Finanztechnologie lautet die lange Schreibweise von Fintech.

Die Abkürzung klingt in meinen Ohren eleganter. Und moderner ist sie sowieso. Ein knackiger Begriff passt auch besser zu den Fintech Unternehmen, da sie neue Finanzlösungen präsentieren. Dabei schrecken sie nicht davor zurück, in die Bereiche von etablierten Banken einzudringen.

Ich würde Fintech als Branche definieren, die mit modernen Technologien arbeitet. Das können Apps für das Smartphone oder sonstige Internet-Anwendungen sein. Sie haben alle einen finanziellen Hintergrund.

Ein neuartiges Kredit-Portal, aber auch eine Smartphone-Bank zählen zu den Fintech Unternehmen. Das Alter der Firma spielt keine Rolle, die meisten Fintechs sind jedoch klassische Startups.

Sie wurden in den letzten 5 Jahren gegründet. Einige von ihnen konnten sich etablieren und haben hohe Wachstumsraten vorzuweisen. Diese Kandidaten möchte ich Ihnen vorstellen.

Um Ihnen einen Überblick zu vermitteln, habe ich die Fintechs in Branchen eingeteilt.

 

Bankwesen

Viele Banken verfügen über ein Netz aus städtischen Filialen. Die Sparkassen und Volksbanken sind sogar in kleinen Dörfern vertreten. Alle haben ähnliche Dienstleistungen: Der Kunde eröffnet sein Girokonto und kann Geld am Automaten abheben.

Hier befinden sich die Kreditinstitute im gegenseitigen Wettbewerb, wer mehr Geldautomaten vorzuweisen hat. Fintech Unternehmen gehen einen Schritt weiter. Sie bieten Dienstleistungen an, die es vorher noch gar nicht gab. Aus diesem Grund kommen sie bei ihrer technikaffinen Zielgruppe bestens an.

 

N26 (NUMBER26)

Ein gutes Beispiel ist N26 (NUMBER26). Die Direktbank läuft komplett über eine App auf dem Smartphone. Dort lässt sich das Konto komplett verwalten. Wer Geld abheben möchte, kann das bei einem der 7.000 CASH26-Partner machen.

Dazu zählen Einzelhändler wie real, REWE oder Penny. Der Kunde zeigt den Barcode auf dem Smartphone vor und erhält das Geld an der Kasse ausbezahlt.

Falls gerade alle Läden geschlossen haben: Bis zu 5 kostenfreie Abhebungen an beliebigen Automaten sind inklusive. Prüfen Sie jedoch vorher, ob zusätzliche Kosten anfallen. Manche Betreiber berechnen weitere Gebühren. Diese Ausgaben werden Ihnen direkt am Automaten angezeigt.

Mit N26 (NUMBER26) haben Sie einen optimalen Überblick über Ihre Finanzen. Die Ausgaben lassen sich mittels #hashtags in mehrere Kategorien einteilen. Geben Sie zu viel Geld für #Freizeit aus, erhalten Sie nach Überschreitung der Grenze eine Push-Nachricht.

 

Fidor Bank

Die Fidor Bank sieht sich ebenfalls als Alternative zu klassischen Banken. Sie verfügt über eine große online Community mit 280.000 potenziellen Nutzern. Hier kann jeder Fragen rund um Finanzthemen stellen.

Für gute Antworten können Sie andere User mit 10 Cent belohnen. Das ist kein Vermögen, aber ein netter Anreiz, um sich an den Diskussionen zu beteiligen.

Neben der Community bietet Ihnen die Fidor Bank ein Girokonto und eine Mastercard. Über die App können Sie Ihr Konto verwalten und sogar Edelmetalle oder sonstige Finanzprodukte kaufen.

 

Barzahlen.de

Viele Menschen bezahlen ihre Einkäufe lieber in bar. Leider ist das über das Internet kaum möglich – könnte man meinen. Doch „Barzahlen.de“ bietet eine smarte Lösung: Bei einigen tausend Shops können Sie diesen Service für die Zahlung auswählen.

Im Anschluss gehen Sie zu einem der 6.000 Partner wie dm oder Penny und bezahlen die Rechnung direkt an der Kasse. So können Sie sicher und einfach im Internet einkaufen.

 

Bonify

Bonify ist ein weiteres Fintech Unternehmen. Das Startup bietet Dienstleistungen rund um die Bonität an. Es geht um die Einstufung eines Verbrauchers durch Auskunfteien wie die Schufa.

Vor allem bei Krediten kommt es auf die Bonität an. Eine solide Bewertung ohne Schufa-Einträge beschert Ihnen günstige Darlehen. Das Fintech Unternehmen ermöglicht Ihnen eine kostenlose Bonitätsprüfung. Zusätzlich gibt es praktische Tipps, wie Sie Ihre Finanzen optimieren können.

 

Copy Trading

In den letzten 10 Jahren konnte sich eine neue Branche etablieren. Früher war eine Geldanlage nur über die Bank möglich. Der Kunde musste ein Depot eröffnen, um sich Aktien zu kaufen. Alternativ wurde der Bankberater mit der Zusammenstellung eines Portfolios beauftragt.

Der Markt für Investments ist um mehrere Ideen reicher geworden. Copy Trading gilt als besonders interessante Variante. Hier kopieren Sie die Trades eines anderen Händlers.

In den meisten Fällen ist es ein privater Verbraucher, der seine Strategie zur Verfügung stellt. Das Kopieren erfolgt automatisch über Fintech Unternehmen wie ayondo oder wikifolio. Als Anleger müssen Sie lediglich die Auswahl über die Trader treffen. Im Anschluss können Sie den Händlern beim Trading zusehen.

 

So klappt es mit dem Copy Trading

Das waren sehr viele Informationen. Um Ihnen die Verwirrung zu nehmen, habe ich Ihnen eine kleine Schritt-für-Schritt-Anleitung zusammengestellt:

 

  1. Zuerst muss Ihnen klar sein, was Copy Trading überhaupt bedeutet. Ich habe eine einfache Definition vorbereitet: „Beim Copy Trading folgen Sie erfahrenen Händlern. Käufe und Verkäufe werden automatisch ausgeführt. Dafür sind Fintech Unternehmen wie ayondo, eToro und wikifolio zuständig. Die Aufgabe des Anlegers besteht in der Auswahl der Trader.“

 

  1. Melden Sie sich auf einer der drei erwähnten Copy Trading Plattformen an. Nehmen Sie sich ausreichend Zeit, um sich auf der Webseite umzusehen.

 

  1. Erstellen Sie eine smarte Strategie. Ein Anfänger sollte sich an den Top-Tradern orientieren. Jede Plattform bietet eine Skala, bei der die Händler nach Punkten sortiert sind. Die besten 20 Trader haben lange gebraucht, um sich ihre Bewertung zu erarbeiten. Daher würde ich mein Geld auf 5 bis 10 von diesen Experten aufteilen.

 

  1. Die Kennziffer „maximaler Drawdown“ spielt eine wichtige Rolle. Sie zeigt, wie groß der höchste Verlust eines Traders ausgefallen ist. Wer sich ein möglichst geringes Risiko wünscht, wählt einen Händler mit unter 5 % Drawdown aus. Von Experten mit über 25 % Drawdown würde ich abraten. Hier sind enorme Kursverluste möglich.

 

  1. Kontrollieren Sie einmal pro Woche, wie sich Ihre Trader so machen. Dafür sehe ich mir die Performance der letzten Trades an. Wenn der Experte verspricht, dass er eine Aktie bei minus 15 % verkauft und es dann doch nicht tut, lege ich mein Geld anders an. Einige Händler schreiben regelmäßige Kommentare. Hört man zwei Wochen nichts mehr von dieser Person, fliegt sie ebenfalls aus meinem Portfolio.

 

Ich habe Ihnen ein paar grundlegende Tipps zum Copy Trading gegeben. Dennoch sollten Sie sich etwas tiefer in dieses Thema einlesen, bevor Sie echtes Geld investieren.

Generell halte ich diese Fintech Unternehmen für spannend. So kann ich auf einen Experten mit einer überzeugenden Strategie setzen. Wer sich für die Börse interessiert, darf sich auch selber als Händler versuchen.

 

Kreditmarktplätze

Einige Fintech Unternehmen haben sich auf Kredite spezialisiert. Dabei haben sie einen cleveren Ansatz herausgearbeitet. Die aktuelle Niedrigzinsphase macht das Sparbuch uninteressant.

Aber irgendwo muss das Geld lagern, damit es wenigstens die Inflation schlägt. Für 2017 liegt die Prognose bei 1,7 Prozent. Beim Sparbuch gibts 0,0 bis 0,3 % an Zinsen im Jahr. Und genau hier kommen die Kreditmarktplätze ins Spiel.

Private Verbraucher können ihr Geld anderen Personen leihen. Als Anleger profitieren Sie von einer hohen Rendite. Laut auxmoney, einem Kredit-Fintech Unternehmen, sind durchschnittlich 5,5 % pro Jahr möglich.

Das lettische Portal Mintos wirbt sogar mit einer Performance von 11,89 Prozent. In der Fachsprache wird diese Anlageform als P2P (Peer-to-Peer, privat an privat) bezeichnet. Lendico und CrossLend sind weitere Fintech Unternehmen aus dieser Branche. Der Geldgeber übernimmt die Rolle der Bank.

Alternativ können Sie Ihr Geld in Firmenkrediten anlegen. Diese Geldanlage trägt den Namen P2B (Peer-to-Business, privat an Business). Auf Funding Circle oder kapilendo ist diese Form der Finanzanlage möglich.

 

P2P-Kredite – ein Segen für Verbraucher

Viele Kreditnehmer haben Probleme mit ihrer Bonität. Ein negativer Schufa-Eintrag sorgt für schlechtere Konditionen. Mit etwas Pech gibt es gar keine Darlehen mehr.

Hier ist ein P2P-Kredit der beste Ausweg. Der Verbraucher kann den Geldgeber verbal überzeugen. Eine Bank lässt normalerweise nicht mit sich reden. Der Computer zeigt dem Mitarbeiter an, ob Sie einen Kredit erhalten. Auf auxmoney können Sie zu Ihrer Anfrage einen Text formulieren.

Schreiben Sie ein paar Sätze zu Ihren Sicherheiten und präsentieren Sie einen durchdachten Rückzahlungsplan. Ein Darlehen gibt es hier bereits ab 3,95 % im Jahr.

P2P-Kredite sind vor allem für Freiberufler, Selbstständige und Studenten eine interessante Option. Diese Personengruppen haben es wegen ihrem unregelmäßigen Einkommen bei Banken schwer. Ich halte Fintech Unternehmen wie auxmoney oder Lendico für eine sinnvolle Alternative zu Bankkrediten.

 

Robo-Advisor

Immer mehr Anleger wünschen sich eine neutrale Beratung. Kleines Beispiel gefällig? Die Sparkassen versuchen in der Regel zuerst, ihre hauseigenen Deka-Fonds zu verkaufen. Erst danach werden andere Finanzprodukte angeboten. Bei den Deka-Fonds handelt es sich um aktiv gemanagte Produkte.

Ein Fondsmanager ist mit der Verwaltung beauftragt. Dieser Service kostet im Schnitt an die 1,5 % im Jahr. Leider schneiden aktive Fonds relativ schlecht ab. Der Report „SPIVA Europe Scorecard“ zeigt, dass 79 % der deutschen Aktienfonds über 10 Jahre ihre Benchmark nicht schlagen konnten.

Die Benchmark (auch Basiswert genannt) bezeichnet einen Index, an dem sich der Manager misst. In Deutschland gilt der DAX (Deutscher Aktienindex) als wichtigste Benchmark.

Die Studie kommt zu einem klaren Ergebnis: Anstatt auf einen gemanagten Fonds zu setzen, sollten Sie lieber gleich in einen ETF investieren. Wenn Sie einen ETF (Exchange Traded Fund) kaufen, beteiligen Sie sich direkt am Index.

Er wird durch den ETF 1:1 nachgebildet. Steigt der DAX um 1,6 %, tut dies auch der ETF mit 1,6 %. ETFs zeichnen ihren Basiswert stur nach, weshalb keine Ausgaben für einen Manager entstehen. Im Schnitt kosten passive Fonds nur 0,3 % im Jahr.

 

Welcher ETF ist der beste?

Doch der Finanzlaie kann mit diesem Tipp, in einen ETF zu investieren wenig anfangen. Fast jedes Land auf der Welt hat einen oder mehrere Indizes. In Deutschland gibt es z. B. den DAX, den TecDAX (Technologie) und den MDAX (Mittelstand).

Die USA haben unter anderem den Dow Jones (Top 30 Aktien), die NASDAQ (Top 100 Nicht-Finanzen) und den S&P 500 (Top 500) zu bieten. Und dann gibt es ETFs, die sich auf den MSCI World beziehen. Dieser Index besteht aus 1.646 Aktien von 23 Industriestaaten. Wie soll ein Anfänger den Durchblick bewahren?

An dieser Stelle setzen Robo-Advisors als Helfer ein. Sie stellen dem Anleger ein wunschgemäßes ETF-Depot zusammen. Dafür werden ihm einige Fragen gestellt, um sein Risikoprofil (konservativ bis spekulativ) herauszufinden.

Finanzielle Aspekte sind ebenfalls von großer Bedeutung. Scalable Capital fragt nach den Einnahmen und Ausgaben. Kann sich jemand den Sparplan nicht leisten, wird der Interessent als Kunde abgelehnt.

 

Bekannte Robo-Advisors in Deutschland

  • easyfolio
  • Ginmon
  • growney
  • quirion
  • Scalable Capital
  • vaamo
  • Whitebox

 

Alle Robo-Berater arbeiten mit passiven ETFs. So können sie den Anleger mit niedrigen Kosten überzeugen. Die Ausgaben bzw. Kosten für den Anleger liegen zwischen 0,39 bis 0,79 % im Jahr.

Unter dem Strich ist das noch immer günstiger als ein aktiv gemanagter Fonds. Für mich haben diese Fintech Unternehmen die Beratungsbranche revolutioniert. Sie bieten jedem Anleger die Chance auf eine maßgeschneiderte Geldanlage.

 

Vergleichsportale

Der letzte Punkt meiner vorgestellten Fintech Unternehmen sind die Vergleichsportale. Nicht in ganz Europa fallen die Zinsen so winzig wie in Deutschland aus.

Ein weiteres Argument für das Ausland: Auf Spareinlagen gilt in EU-Ländern die Einlagensicherung von bis zu 100.000 Euro. Bei einer Bankenpleite springt der Staat als Retter ein. Er ersetzt dem Sparer bei einer Insolvenz die Verluste. Also können Sie Ihre Ersparnisse auch bei europäischen Banken anlegen!

Dem Prinzip des „Zins-Hoppings“ haben sich WeltSparen und Zinspilot verschrieben. Ein Jahr legt man sein Geld in Lettland an und dann wieder in Großbritannien.

Eben dort, wo es die besten Zinsen gibt. Dafür müssen Sie nicht alle paar Monate ein neues Konto eröffnen. Die einmalige Registrierung bei den Fintech Unternehmen reicht aus.

Im Anschluss können Sie Ihre Ersparnisse bei den verfügbaren Anlagebanken investieren. Zur Auswahl stehen Banken aus Ländern wie Frankreich, Lettland, Italien, Portugal oder Rumänien.

Die Oney Bank aus Frankreich zahlt auf 12 Monate Festgeld 1,07 % Zinsen im Jahr. In Deutschland sind es höchstens 0,50 % p.a. (per annum, pro Jahr) bei der CreditPlus Bank. Über Zinspilot können Sie vom Angebot der Oney Bank profitieren.

 

Fazit: Den Banken gehts ans Eingemachte

Fintech Unternehmen greifen die Kernbereiche der Banken an. Sie stellen Anlegern ein Depot zusammen und bieten Kredite von ausländischen Instituten an.

Einige haben sich auf neue Geldanlagen wie P2P-Kredite oder Copy Trading spezialisiert. N26 versteht sich sogar als vollwertige Direktbank. Ich verfolge die Entwicklung mit großer Begeisterung.

Die neuen Fintechs sorgen für mehr Transparenz auf dem Finanzmarkt. Und mir stehen endlich mehr Anlageoptionen als nur gemanagte Fonds zur Verfügung. Was wohl die nächste Idee im Fintech Bereich sein wird?

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