Millionär werden auf Autopilot – die Millionenstrategie

Millionär werden

Als Kind haben mir meine Eltern immer gesagt: „Arbeite hart, um dir später etwas leisten zu können.“ Bestimmt kennen Sie solche Sprüche aus Ihrem Umfeld. Ein gutes Studium hilft bei Gehaltsverhandlungen. Doch mit 300 Euro mehr können Sie kein Millionär werden – oder doch? Ich sage Ihnen: Es ist möglich und das sogar vollautomatisch. An der Börse können Sie das Ersparte effektiv vermehren.

Aber ich habe ein Sparbuch!

In Deutschland führt kein Weg am Sparbuch vorbei. Es hat eine lange Tradition und reicht bis in die Kindheit zurück. Alleine aus emotionalen Gründen fällt die Trennung schwer. In der aktuellen Niedrigzinsphase ist das jedoch die schlauste Entscheidung. Die Bank zahlt 0,1 bis 1,5 % Zinsen pro Jahr. Leider ist die niedrigere Ziffer eher der Regelfall. Verstehen Sie mich nicht falsch, das Sparbuch ist eine gute Erfindung. Es bietet jährliche Zinsen und führt Kinder in die Welt der Finanzen ein. Wer Millionär werden möchte, braucht eine bessere Alternative.

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Zinsrechnung: Auf dem Sparbuch werden 10.000 Euro mit 0,5 % jährlichen Zinsen angelegt. 12 Monate später sind Sie um 50 Euro reicher. Damit können Sie einmal essen gehen, schon ist das Geld aufgebraucht. Millionär werden geht anders.

Das Sparbuch ist eine automatische Geldquelle. Doch es gibt ein Problem: Der aktuelle Zinssatz ist zu gering, was sich so schnell nicht ändert wird. Daher brauchen Sie eine andere Form der Geldanlage. Es muss sich um ein seriöses Investment handeln, um das Risiko möglichst gering zu halten.

Millionär werden: Bitcoins sind im Trend

Vor allem Neulinge denken an spekulative Anlageformen. In den Medien werden Produkte wie Bitcoins heiß diskutiert. Daher möchten Anfänger in diese Finanzanlagen investieren. Genau hier liegt der Fehler: Trends kommen und gehen. 2011 ist Gold auf ein Allzeithoch von 1.920,65 US-Dollar pro Feinunze explodiert. Ja, die Kursentwicklung lief tatsächlich so extrem ab. Viele Anleger sind ein paar Wochen vorher eingestiegen und haben auf noch höhere Kurse gehofft. Fünf Jahre später ist der Kurs auf rund 1.080 US-Dollar gefallen.

„Ein Anleger sollte Trends lieber erkennen, anstatt ihnen nur hinterherzulaufen.“

Vergessen Sie hitzige Diskussionen über extreme Kurssprünge. Wer Millionär werden möchte, geht die Börse ruhiger an. Ich empfehle Ihnen, nicht nach dem Wert mit 1.000 % Kurspotenzial zu suchen. Neben dem Zeitaufwand gehen Sie ein enormes Risiko ein. Außerdem müssen Sie sich sehr intensiv mit den Aktienmärkten beschäftigen. Halten Sie Abstand von dubiosen Börsenbriefen. Das sind Mails mit Kauf- oder Verkaufsempfehlungen. Häufig ist der Tippgeber selber investiert und möchte den Aktienkurs mit seinem „Geheimtipp“ pushen.

Was ist ein seriöses Anlageprodukt?

Es stellt sich die Frage nach der optimalen Geldanlage. Das Produkt sollte höhere Zinsen als das Sparbuch abwerfen. Außerdem muss sich das Risiko in Grenzen halten. Ein Index bietet die meisten Vorteile: Er besteht aus den größten Unternehmen eines Landes. In Deutschland würde sich der DAX (Deutscher Aktienindex) zum Kauf anbieten. Bekannte Indizes sind der Dow Jones (USA), der Euro Stoxx (Europa) oder der Nikkei (Japan).

Beim DAX handelt es sich um einen Performanceindex. Die Dividende fließt in die Kursberechnung ein. Das Gegenstück bildet der Kursindex, der die reine Kursentwicklung abbildet. Ich möchte Ihnen kein unnötiges Wissen beibringen. Diese Unterscheidung spielt eine wichtige Rolle, dazu später mehr. Irgendwie müssen Sie den Index in Ihr Bankdepot bekommen. Am besten geschieht das über ETFs, das sind börsengehandelte Fonds (Exchange-Traded Funds).

Anlage-Info: Ein ETF spiegelt die Entwicklung eines Finanzprodukts wider. Der Kurs wird eins zu eins abgebildet. Im Vergleich zu einem aktiven Fonds gibt es keinen Verwalter. So profitieren Sie von niedrigen Kosten.

Die ETFs werden direkt im Aktiendepot gekauft. Dafür müssen Sie sich einen Indexfonds aussuchen und die richtige Stückzahl eintippen. Natürlich können Sie auch in spekulative Aktien investieren. Die Firmen legen eventuell eine enorme Steigung hin und zahlen regelmäßige Dividende. Auf den ersten Blick sind das zwei überzeugende Argumente. Bei einem ETF müssen Sie langfristig denken: Auf 10 Jahre betrachtet lassen sich 9 % p.a. (pro Jahr) oder mehr erzielen. Das ist die historische Rendite vom DAX. Wenn Sie mit 10.000 Euro starten, steigert sich das Kapital jährlich um 9 %. Im folgenden Jahr müssen Sie die 9 % auf 10.900 Euro rechnen und so weiter. Es handelt sich um einen Durchschnittswert! Die obere Rechnung gilt für die Theorie. In der Praxis können es ein Jahr 0 % und im nächsten 18 % sein. Als Durchschnitt kommen 9 % p.a. heraus. Aktien bieten höhere Gewinnchancen, aber das ist nur eine Seite der Medaille. Im Vergleich zum Index können Sie eine deutlich schlechtere Entwicklung hinlegen. Das gilt auch für DAX-Werte wie Infineon oder die Deutsche Telekom.

Börsenwissen: Einmal im Jahr wird der DAX neu zusammengestellt. Die Marktkapitalisierung (Gesamtwert aller Anteile in Euro) ist entscheidend. In der Geschichte vom DAX sind viele Firmen wie MLP aus dem Index geflogen. Das hat den Kurs stark belastet.

Lieber keine Einzelaktien kaufen

Eine Firma ist enormen Risiken ausgesetzt. Die Geschäfte laufen optimal, bis die Politik einen Wandel einschlägt. So hat die Nuklearkatastrophe von Fukushima viele Unternehmen in Bedrängnis gebracht. In Deutschland folgte die Energiewende, was E.ON und RWE bis heute zu schaffen macht. Dafür haben grüne Firmen wie Hersteller von Windkraftanlagen profitiert. Der DAX brach im Zuge der Katastrophe stark ein, doch er erholte sich schnell wieder. Das Gegenteil gilt für Aktien wie RWE und das bis heute. Für den Kursverfall dieser Aktie existieren weitere Gründe, aber dieses Beispiel zeigt das hohe Risiko.

Bei einzelnen Aktien müssen Sie die Nachrichten ständig verfolgen. 2015 brach der Kurs der VW-Aktie um rund 40 % ein. Auslöser war die berühmte Diesel-Krise, über die noch heute gesprochen wird. Mit Aktien können Sie Millionär werden, wenn Sie die News verfolgen und sich gut mit Bilanzen auskennen. Beides sind sehr komplexe Angelegenheiten. Ein Index wie der DAX ist ein deutlich einfacheres Anlageprodukt. Die Vielzahl an Aktien gleicht eine negative Meldung aus. Entwickelt sich eine Firma sehr schlecht, fliegt sie aus dem DAX heraus.

In der Fachsprache heißt das diversifizieren. Ich setze mein Geld nicht auf eine Firma. Das Risiko ist viel zu hoch, wenn sie sich schlecht entwickelt. Der DAX erlaubt es mir, in die 30 größten Firmen des Landes zu investieren. Wie erwähnt, mache ich das aus Kostengründen über einen ETF.

Automatische Investments

Als Anleger müssen Sie kaum Zeit in diese Strategie investieren. Millionär werden ist gar nicht so schwer, wenn Sie einen guten Plan haben. Ich empfehle Ihnen, sich einen automatischen ETF-Sparplan auf einen oder mehrere Indexfonds einzurichten. Häufig bieten die Banken gute Konditionen auf solche Finanzanlagen. So müssen Sie sich keine Gedanken mehr machen, während Ihr Vermögen von Monat zu Monat wächst.

Beim Daytrading (täglicher Börsenhandel) ist viel Einsatz erforderlich. Ähnliches gilt für normale Aktieninvestments. Der Anleger muss seine Unternehmen im Blick behalten. Schließlich kann ein neues Gesetz der Firma enorme Probleme bereiten. Ein Indexfonds erspart Ihnen diese mühsame Verpflichtung. Nun können Sie jeden Monat einen neuen Kaufauftrag erstellen. Doch irgendwann vergessen Sie einen Auftrag oder planen den Betrag für einen spontanen Kurztrip ein. Bei dieser Strategie ist es wichtig, diszipliniert zu bleiben.

Der Grund besteht im Cost-Average-Effekt, also den Durchschnittskosten. Über einen längeren Zeitraum wird ein gleich bleibender Betrag investiert. In schlechten Zeiten profitieren Sie von niedrigen Kaufkursen. Dieser Effekt ist die Grundlage fürs Millionär werden.

Beispiel: Es sollen monatlich 300 Euro in DAX-ETFs angelegt werden. Der ETF notiert bei 100 Euro, somit sind es 3 Anteile. Ein Jahr später sinkt der DAX, was den ETF auf 60 Euro fallen lässt. Das macht 5 Anteile. Nach drei Jahren ist der Indexfonds auf 110 Euro gestiegen, was Ihnen 2,7 Anteile bringt. Bei einem Einmalinvestment hätte Sie nur 10 % gewonnen. So haben Sie auch zu Kursen von 60 Euro investiert, die über 80 % im Plus stehen. Der Weg zum Millionär werden ist geebnet. Im Gesamten ergibt sich eine Performance von über 30 %.

Eine Million Euro mit ETFs

Millionär werden auf Autopilot ist eine schöne Vorstellung. Was automatisch heißt, habe ich Ihnen gerade erklärt. Doch wie kommt eine große Summe von einer Million Euro zustande?

So könnte z.B. die Millionenstrategie aussehen:
– Pro Monat legen Sie z.B. 250 Euro in einem DAX-ETF oder MSCI WORLD an
– Das sind circa 8,30 Euro am Tag
– Es ist mit 9 % Zinsen p.a. zu rechnen (mehr oder weniger sind möglich)
– 40 Jahren später: 1.063.062,64 Euro

Warum sage ich „kann“? Abhängig von den Sparraten können Sie schneller Millionär werden. Mit einem Startkapital von 10.000 Euro sind es nur noch 37 Jahre. Liegt die monatliche Rate bei 500 Euro, haben Sie Ihr Ziel bereits in rund 30 Jahren erreicht. Ich finde, dass 250 Euro im Monat keine gigantische Summe sind. Sie lässt sich auch mit einem Netto-Gehalt von 1.200 Euro aufbringen. Nur 10 Euro mehr (also 260 Euro) machen nach 40 Jahren einen Unterschied von 42.522,51 Euro. Auf lange Sicht haben kleine Beträge enorme Auswirkungen. Für Kinder ist das eine interessante Anlageoption. Im Vergleich zum Sparbuch sind höhere Renditen möglich. Pünktlich zum 18. Geburtstag erhält der Jugendliche vollen Zugriff auf sein ETF-Konto. Ein monatliche Sparrate von 50 Euro (9 % Rendite p.a.) ergibt nach 18 Jahren eine Summe von knapp 26.000 Euro. Der Jugendliche wird sich wie ein Millionär fühlen. Auf jeden Fall kann er seine Ausbildung oder das Studium ohne Finanzsorgen angehen.

Der Grund ist der Zinseszinseffekt. Mit ihm können Sie entspannt Millionär werden. Auf das angelegte Geld erhalten Sie Zinsen, die direkt angelegt werden. Diese Summe liefert zusätzliche Erträge, was den Weg zu Ihrem Ziel beschleunigt. Ohne Verzinsung müssten Sie 4.000 Monate oder 333,3 Jahre sparen, um mit 250 Euro im Monat auf eine Million Euro zu kommen. Auch bei guter Gesundheit werden Sie dieses Lebensalter wohl nicht erreichen. Wer Millionär werden möchte, braucht den Zinseszinseffekt als wichtigen Helfer.

An dieser Stelle komme ich wieder auf den Performanceindex zu sprechen. Der DAX gehört in diese Kategorie, das heißt, die Dividende wird in den Kurs eingerechnet. Beim Dow Jones handelt es sich um einen Kursindex, der eine regelmäßige Dividende ausschüttet. Indexfonds teilen sich in thesaurierende und nicht ausschüttende Produkte ein. Die erste Variante legt die Erträge direkt wieder an. Für den langfristigen Vermögensaufbau ist das von Vorteil, da keine weiteren Kosten außer Steuern entstehen. Hier können Sie den Sparer-Pauschbetrag von 801 Euro geltend machen. Ein ausschüttender ETF zahlt Ihnen die Dividende auf das Konto aus. Diese Einnahmen müssen Sie sofort wieder im Indexfonds anlegen. Sonst können Sie nicht von den Zinseszinsen profitieren und kein Millionär werden. Da das Kaufgebühren kostet, ist ein thesaurierender ETF zu empfehlen.

Zusammenfassung: Millionär werden

Die Millionenstrategie ermöglicht einen langfristigen Vermögensaufbau. Frei von Stress wächst der Kontostand pro Jahr um etwa 9 % an. Es ist ein Mindestanlagezeitraum von 10 Jahren erforderlich, um diese durchschnittliche Rendite zu erzielen. Bei kleineren Zeiträumen können Kursschwankungen zu Verlusten führen. Am besten ist eine Geldanlage von 20 Jahren oder länger.

Der Plan zur Millionenstrategie:

1. Erstellen Sie einen persönlichen Finanzplan. Welche Summe können Sie jeden Monat anlegen? Es ist wichtig, dass Sie dieses Geld auch in 10 Jahren zur Verfügung haben. Wer Millionär werden möchte, muss die Beträge ohne Ausnahme investieren. 200 Euro oder mehr reichen bereits aus.

2. Suchen Sie nach einem günstigen Broker. Die Bank sollte Ihnen gute Konditionen auf einen ETF-Sparplan bieten. Ich empfehle langfristigen Anlegern einen thesaurierenden Indexfonds. Von Einzelaktien ist aufgrund des hohen Aufwands abzuraten. Zudem erfordern sie ein deutlich tieferes Börsenwissen.

3. Wenn Sie möchten, können Sie ETFs auf andere Indizes kaufen, um eine breite Streuung zu erzielen. Schwellenländer (Emerging Markets) wie Brasilien, China, Indien oder die Türkei bieten die Chance auf enorme Gewinne. Doch dem normalen Anleger rate ich von solchen Spekulationen ab. Im DAX sind international bekannte Firmen wie Bayer, Daimler oder Siemens vertreten. Sie sind relativ stabil gegen Krisen und erholen sich im Ernstfall wieder. Länder wie die Türkei sind mit einem höheren Risiko (politisch und wirtschaftlich) belastet.

Beispiel für eine „gesunde“ Streuung:
– 27 % DAX-ETFs
– 27 % USA-ETFs (Dow Jones und Nasdaq)
– 27 % Europa-ETFs (Euro Stoxx 50)
– 19 % Schwellenländer (MSCI Emerging Markets)

Kurzfristig kann eine Übergewichtung der Schwellenländer hohe Profite bringen. Für den langfristigen Vermögensaufbau ist mir das Risiko zu hoch. Eine Quote von 10-25 % ist zu empfehlen.

4. Richten Sie eine automatische Kauforder in der gewünschten Höhe ein. Das hat den Vorteil, dass das Millionär werden auf Autopilot läuft. Nach 10-30 Jahren werfen Sie erneut einen Blick auf das Konto. Es wird sich zu Ihrer Zufriedenheit entwickelt haben.

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