Sparzinsen – wo kriege ich noch richtig Zinsen für mein Geld?

Sparzinsen

Wo zahlen sich Sparzinsen noch richtig aus?

Deutsche Sparer haben es schwer. Die Zeiten, in denen das Sparbuch ein Allheilmittel war, sind schon lange vorbei. Zusätzlich nagt die Inflation an den Ersparnissen.

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2017 sollen die Verbraucherpreise um circa 1,5 % anziehen. Das Problem: Wegen der niedrigen Sparzinsen verliert das Bankguthaben an Kaufkraft. Daher stelle ich Ihnen die besten Finanzanlagen vor. So können Sie der Inflation einen Strich durch die Rechnung machen.

 

Ein Sparbuch ist unnötiger Luxus

Eigentlich braucht man kein teures Auto. Doch es gibt Menschen, die sich alle paar Jahre einen Neuwagen gönnen. Ob das finanziell sinnvoll ist, lässt sich mit einem „Nein“ beantworten. Schöne Autos sind purer Luxus. Ja, der Spritverbrauch ist hoch. Die Versicherung kostet unnötig viel Geld. Aber es ist ein hübscher Luxuswagen!

Das Sparbuch lässt sich mit einem teuren Neuwagen vergleichen. Wegen der niedrigen Zinsen hat es sich zu einem Luxusobjekt entwickelt. Man „gönnt“ sich ein Sparbuch mit geringen Sparzinsen.

Es ist die Nobelkarosse unter den Finanzanlagen. Viel zu teuer und mit wenig Ertrag. Wie ich das meine? Unter dem Strich kann das Sparbuch die Inflation nicht ausgleichen.

Zusätzlich lassen Sie sich die Einnahmen von alternativen Anlageformen entgehen. Doch es ist hübsch anzusehen, wenn man ein kleines Büchlein mit Kontoauszügen im Schrank stehen hat.

Aktuell gibt es 0,0 bis 0,3 % bei den Filialbanken wie der Sparkasse. Direktbanken im Internet zahlen bis zu 0,6 %, aber es handelt sich meist um ausländische Anbieter.

Wegen der Inflation verlieren Sie einen Prozentpunkt pro Jahr. Pro 10.000 Euro machen Sie jährlich 100 Euro Verlust. Zieht die Inflation noch weiter an, können es über 200 Euro sein.

Aktuell ist das Sparbuch keine sinnvolle Geldanlage. Sollten die Zinsen in 5-10 Jahren steigen, können Sie es sich überlegen. Aber das kann noch sehr viele Jahre dauern. Ich würde auf den „Luxus“ Sparbuch verzichten.

 

Tagesgeld: Wie hoch fallen die Sparzinsen aus?

Ein Tagesgeldkonto bietet die maximale Flexibilität. Der Kunde kann seine Ersparnisse jederzeit in voller Höhe abheben. Beim Sparbuch ist dieser Betrag häufig auf 2.000 Euro pro Monat begrenzt. Für höhere Summen müssen Sie die Bank drei Monate im Voraus informieren.

Das Tagesgeld eignet sich hervorragend als Parkplatz. Wer das Geld in wenigen Wochen benötigt, etwa um eine Rechnung zu begleichen, sollte es hier parken.

Die Banken zahlen bis zu 1,1 % auf das Tagesgeld. Auch hier handelt es sich um ausländische Anbieter. In Deutschland schneidet die Consorsbank mit Sparzinsen von 0,8 % hervorragend ab. Leider reicht auch das nicht aus, um die Inflation zu schlagen.

Viele Banken werben mit einem Tagesgeldkonto. Für kurzfristige Einlagen ist es die beste Wahl. Wenn Sie das Ersparte in den nächsten 12 Monaten nicht benötigen, gibt es attraktivere Anlageformen.

 

Das Festgeldkonto lohnt sich

Die italienische Banca Sistema bietet einen Zinssatz von 2,4 Prozent. Über 10 Jahre erhalten Sie diese Sparzinsen auf das Konto gutgeschrieben. Dafür haben Sie 120 Monate keinen Zugriff auf Ihre Spareinlagen.

Das war nur ein beispielhaftes Angebot. Es sind Laufzeiten von 3 Monaten bis hin zu 10 Jahren möglich. Es gilt: Je länger die Anlagedauer, desto höher die Sparzinsen. Die Geldsumme ist fest angelegt, als Anleger können Sie nicht darauf zugreifen. Daher sollte es sich um Kapital handeln, welches Sie garantiert nicht benötigen.

Längere Laufzeiten von über zwei Jahren sind nicht zu empfehlen. Aktuell befinden wir uns in einer Phase der niedrigen Sparzinsen. Liegen die Festgeldzinsen in drei Jahren bei über 3,0 %, sollten Sie nicht zu lange an den alten Zinssatz gebunden sein.

In einer Hochphase von über 4,0 % sind langfristige Laufzeiten von 5-10 Jahren sinnvoll. Ich würde mein Kapital immer für ein Jahr anlegen, bis es wieder höhere Sparzinsen gibt. Nach diesen Zeitraum können Sie entweder auf Festgeld setzen oder sich für eine andere Anlageform entscheiden.

Ein Sparbuch ist keine Konkurrenz fürs Festgeldkonto

Die Sparzinsen machen den Unterschied. Das Festgeld kann die Inflation so gut wie ausgleichen. Mit etwas Glück erhalten Sie sogar einen höheren Zinssatz. Durch die europäische Einlagensicherung sind Beträge von bis zu 100.000 Euro abgesichert. Größere Summen sollten auf mehrere Banken verteilt werden.

 

Infos für Anleger: Geldanlage in Europa

Im Ausland gibt es Angebote mit lukrativen Sparzinsen. Vor dem Abschluss sollten Sie das Rating des Landes mit Moody’s Skala überprüfen. Die Agentur Moody´s teilt Staaten anhand ihrer finanziellen Zuverlässigkeit ein. Das Rating sollte nicht schlechter als „A3“ sein, optimal ist „Aaa“.

Die Bewertungsskala geht los mit der Bestnote „Aaa“ und dann weiter mit „Aa1“, „Aa2“, „Aa3“ und „A1“, „A2“, „A3“.

Italien und Spanien haben eine Bewertung von „Baa2“. Noch schlimmer schneidet Portugal mit „Ba1“ ab. Geht die Bank pleite, kann die Einlagensicherung ausbleiben, da der Staat für die Zahlung zuständig ist.

Ich würde kein Festgeldkonto in diesen Ländern eröffnen. Deutschland, die Niederlande, Österreich und Schweden glänzen mit der Bestnote „Aaa“.

Darüber hinaus ist das Wechselkursrisiko zu beachten. Großbritannien und die Schweiz haben andere Währungen. Das Pfund Sterling oder der Schweizer Franken können sich zu Ihrem Nachteil entwickeln.

Pro Jahr liegt das Risiko bei 5 bis 30 Prozent. In Großbritannien hat der Brexit (2016) zu deutlichen Kurssprüngen geführt. Eine Kapitalanlage im Vereinigten Königreich ist mit Vorsicht zu genießen.

 

Taugt Gold als sicherer Hafen?

Das Edelmetall gilt als krisensichere Geldanlage. Es konnte seinen Wert über Jahrtausende bewahren. Für eine Unze Gold, das sind 31,1 Gramm, erhielt man im antiken Rom eine Tunika. Im 19. Jahrhundert gab es für die gleiche Menge einen Anzug. Heute können Sie mit der Unze ebenfalls einen Maßanzug erwerben.

Der Staat fördert Goldanlagen, indem er sie von der Mehrwertsteuer befreit hat. Zusätzlich müssen Sie nach einem Jahr keine Steuern auf Gewinne bezahlen.

Diese Regel gilt für Goldbarren und Goldmünzen, die nach 1800 geprägt wurden und als gesetzliches Zahlungsmittel anerkannt waren. Außerdem müssen die Münzen über eine Feinheit von 900/1000stel (90 % Goldgehalt) verfügen.

Gold hat einen Nachteil: Es zahlt keine Sparzinsen. Der Anleger weiß nicht, wie hoch seine Rendite ausfällt. Das Edelmetall kann mehrere Jahrzehnte seitwärts laufen, wie es das von 1981 bis 2006 getan hat. In der Zwischenzeit stand es sogar oftmals in den tiefroten Zahlen.

Solides Festgeld wäre das bessere Investment gewesen. 2007 bis 2011 hat Gold eine Rallye hingelegt und ist um über 200 % gestiegen. Der Anleger musste seit 1981 einen langen Atem beweisen, um von dieser Steigerung zu profitieren.

Das Depot kann zu 5 bis 10 % aus Gold bestehen. Mehr Geld sollten Sie nicht investieren. Mit etwas Pech müssen Sie sich über 20 Jahre auf die nächste Rally gedulden. Zudem zahlt Gold keine regelmäßigen Sparzinsen.

 

Aktien – große Rendite, großes Risiko

Leider schüttet Gold keine Erträge aus. Erst beim Verkauf können Sie das Edelmetall zu Geld machen. Anders verhält es sich bei Aktien: Die Unternehmen beteiligen ihre Aktionäre an den Gewinnen. Das erfolgt über die sogenannte Dividende.

Die Spanne liegt meist bei 0,5 bis 3,5 Prozent. Es geht aber auch höher. So schüttet die Münchener Rückversicherung ungefähr 5 % aus. Es sind auch noch höhere „Sparzinsen“ in Form einer Dividende möglich. Royal Dutch Shell beteiligt seine Anleger mit rund 7 Prozent.

Doch die Aktienkurse können sich negativ entwickeln. Innerhalb von wenigen Jahren sind Verluste von über 50 % möglich.

Die Finanzkrise ist ein gutes Beispiel für einen dramatischen Kursverfall. Von 2007 bis 2009 stürzten die Aktienkurse immer tiefer in den roten Bereich. Ein solider Autokonzern wie Daimler ist von 77,76 auf 17,44 Euro gefallen.

Der Anleger hatte ein Minus von 77,6 % zu ertragen. 2015 konnte sich die Aktie wieder auf über 90 Euro erholen. Daimler zeigt: Aktien sind nichts für schwache Nerven. Die Dividende kann die Verluste kaum ausgleichen, wenn es zu einer weiteren Krise kommen sollte. Wer 2009 eingestiegen ist, kann sich heute an großen Gewinnen erfreuen.

Für Aktien braucht es ein fundiertes Finanzwissen. Ein normaler Anleger, der die Inflation schlagen möchte, trifft mit dem Festgeld die bessere Wahl. Hier wissen Sie genau, wie hoch die Sparzinsen ausfallen. Negative Überraschungen wie eine zweite Finanzkrise spielen keine Rolle.

 

Die private Kreditvergabe

Peer-to-Peer-Kredite (P2P) sind eine relativ neue Anlageform. In Großbritannien und den USA haben sie sich bereits etabliert. Hinter dieser Kreditform stecken Darlehen von Privatpersonen.

Anstatt das Geld auf dem Sparbuch anzulegen, können Sie es an eine fremde Person verleihen. Sie nehmen die Rolle der Bank ein. Die Anlagedauer liegt bei wenigen Monaten bis hin zu 10 Jahren.

 

Als Vermittler dienen Plattformen wie auxmoney oder Mintos. Bei auxmoney handelt es sich um eine deutsche Plattform. Der Anbieter wirbt mit einer durchschnittlichen Jahresrendite von 5,5 Prozent. Das lettische Portal Mintos stellt seinen Investoren sogar 11,57 % in Aussicht.

Der Investor kann Kredite an beliebige Privatleute vergeben. Die Wahl bleibt Ihnen überlassen, wem Sie vertrauen möchten. Ein höheres Risiko führt zu besseren Sparzinsen. Doch es besteht ein gewisses Ausfallrisiko: Kann der Kreditnehmer das Darlehen nicht bedienen, gehen Sie unter Umständen leer aus.

Um das Risiko zu senken, bieten einige Plattformen spezielle Ausfallgarantien an. Der Anbieter springt ein, wenn die Rate nach 60 Tagen noch immer nicht bezahlt ist.

Die Auszahlung der Sparzinsen erfolgt monatlich. So können Sie sich an konstanten Erträgen erfreuen. Ein Investor sollte sein Geld breit streuen und keine unnötigen Risiken eingehen. Manche Verbraucher betteln um Kredite oder versuchen, mit einer tragischen Geschichte zu überzeugen.

Als Investor sollten Sie sich an die harten Fakten halten: Wie möchte der Kreditnehmer seine Schulden zurückzahlen? Welche Sicherheiten hat er anzubieten? Gewähren Sie keine Kredite basierend auf emotionalen Entscheidungen.

Bevorzugen Sie einen Verbraucher, der solide Sicherheiten hinterlegt hat. Denn es gibt nicht auf alle Darlehen eine Ausfallgarantie.

Mit P2P-Krediten lässt sich eine hohe Rendite erzielen. Dafür ist das Risiko deutlich höher als beim Tagesgeldkonto. Im Vergleich zu Aktien ist jedoch weniger Know-how erforderlich. Es braucht nur wenige Stunden, um sich in die Plattform einzuarbeiten.

Dann können Sie nach Ihrer eigenen Strategie entscheiden, wem Sie einen Privatkredit geben möchten. Es lässt sich sogar eine automatische Kreditvergabe für beliebige Summen einrichten. So laufen Privatkredite auf Autopilot.

 

Langfristige Sparzinsen mit ETFs

Wem die Zinsen vom Festgeld zu niedrig sind, der sollte über einen ETF Sparplan nachdenken. Die Sparzinsen fallen ähnlich hoch wie bei Privatkrediten aus. Als Anleger können Sie mit 5 bis 13 % pro Jahr rechnen.

Ein ETF bezeichnet einen Exchange Traded Fund, also einen börsengehandelten Fonds. ETFs beziehen sich auf einen Basiswert wie einen Index. Ein Index ist z.B. der Deutsche Aktienindex, auch genannt DAX.

Als langfristige Geldanlage haben sich passive Fonds auf bekannte Indizes bewährt. Passiv deshalb, weil es keine aktive Fondsverwaltung gibt. Steigt der DAX um 2,8 %, ahmt ihm dies der ETF mit 2,8 % nach.

Der Deutsche Aktienindex (DAX) oder der Dow Jones genießen einen guten Ruf. In den letzten Jahrzehnten konnte der DAX eine jährliche Rendite von 8,5 % erreichen. Beim US-Index Dow Jones sind es stolze 9,7 Prozent. Dafür mussten Sie über 20 Jahre im ETF investiert bleiben.

Anstatt das Geld auf einmal zu investieren, legen Sie einen langfristigen ETF Sparplan an. Jeden Monat fließt eine frei wählbare Summe in das Anlageobjekt.

Alles läuft automatisch, wie auf Autopilot. Der Vorteil: Wenn der Basiswert fällt, erhalten Sie mehr Anteile, weil ja die Kurse dann tief sind und Sie immer denselben Betrag anlegen.

Steigt der Index wieder, profitieren Sie umso mehr von den grünen Zahlen. In der Börsen-Fachsprache wird das Phänomen als Cost-Average-Effekt (Durchschnittskosten) bezeichnet.

ETFs sind eine schlaue Alternative zu P2P-Krediten. Sie liefern eine ähnliche Rendite, sind aber weniger spekulativ als Aktien. Bei Bedarf können Sie die Indexfonds jederzeit an der Börse verkaufen beziehungweise auch nur einen Teil davon. Davon ist allerdings abzuraten, da passive Fonds eher langfristige Anlageprodukte sind.

 

Fazit: Wo erhalte ich die besten Sparzinsen?

Für kurzfristige Geldanlagen ist ein Festgeldkonto zu empfehlen. Die Zinsen können einen Großteil der Inflation ausgleichen oder sogar übersteigen. Ich rate Ihnen von einem längeren Zeitraum als zwei Jahren ab.

Eventuell entwickeln sich die Sparzinsen wieder zum Vorteil der Sparer. Langfristig sind P2P-Kredite oder ETFs interessante Geldanlagen. Wobei ein Privatdarlehen wie bei P2P Krediten auch nur auf ein oder zwei Jahre ausgelegt sein kann. Bei beiden Anlageformen lassen sich Sparzinsen von über 5 Prozent pro Jahr erzielen.

Wenn ich die Wahl hätte: Ich würde noch heute mein Sparbuch kündigen. Meine Ersparnisse sind in ETFs, Festgeld oder P2P-Krediten besser angelegt.

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